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Am 13. Dezember 2025 feierte das LYDO-Festival in der Musigburg Aarburg seine fulminante Premiere. Auf der Bühne standen vier herausragende Acts: Dunkelsucht, Metallspürhunde, CygnosiC und schliesslich als finaler Act Nachtmahr. Eine After-Show-Party mit DJ SilentBatbeat und DJ Anubis rundete die Geburtstagsfeier für den Sänger von Dunkelsucht ab. Alle Bands trafen Radio Schwarze Welle für ein Interview. Diese Interviews sind bei der jeweiligen Band verlinkt und erscheinen in zwei Wellen.
Erste Welle: Metallspürhunde, CygnosiC
Zweite Welle: Dunkelsucht, Nachtmahr

Patrick Näf und Tim Lindner eröffneten mit Dunkelsucht den Abend mit einer gelungenen Show. Sie spielten bekanntere Songs wie “This is Fucking Mainstream“, aber auch das namensgebende Stück des Festivals (“Let your Darkness Out“). Auch der neuste Streich “Escalate“ begeisterte das Publikum. Die beiden Bandmitglieder ergänzten sich und waren das eingespielte Team – so souverän, wie man sie bereits von ihrer Tour mit Blutengel oder dem Amphi-Festival kannte. Das Publikum feierte begeistert sowohl den Auftritt als auch Patricks Geburtstag. Nach viel zu kurzer Zeit war es bereits soweit: Die Bühne gehörte dem zweiten Act des Abends.


Metallspürhunde (Marion Altwegg und Michel Frasse) übernahmen die Bühne. Sphärische Klänge erzeugte das Theremin, das den Auftritt begleitete. Die Band trat zum ersten Mal seit 2022 wieder live auf und überzeugte durch eine starke Bühnenshow mit Elementen wie einem Trump-Ballon und einer routiniert wirkenden Performance, die einer faszinierenden Dramaturgie folgte. Als Überraschungsgast begrüssten Marion und Michel Patrick Näf als Unterstützung für das aus dem gleichnamigen Album stammende Stück «Moloch». Dieser Song bildete dann leider auch schon den Abschluss dieses vollendeten Auftritts.


Als dritten Akt hatte sich Patrick Näf die griechische Band CygnosiC geholt. Georgios Psaroudakis freute sich sichtlich, Teil des Line Ups zu sein und in der Schweiz aufzutreten. Mit viel Enthusiasmus und Energie brachten CygnosiC den Saal zum Beben. Der Sänger führte durch sein Œuvre und überzeugte musikalisch wie stimmlich. Die Performance war, wie bereits bei den vorherigen Acts viel zu kurz, und schon bald übergab die Band an den letzten Act des Abends.

Als finale Band traten Nachtmahr auf die Bühne und fesselten das Publikum vom ersten Moment an. Bereits mit dem ersten Stück ‘’Ich bin’’ machte die Band klar, wofür sie steht, Exzess und Kompromisslosigkeit. Was folgte, war ein neunzigminütiges Spektakel, das sowohl Klassiker wie ‘’Mädchen in Uniform’’ beinhaltete als auch die neuste Single “Der Schlaf“. Diese bildet einen Teaser für das neue Album, das im kommenden Jahr erscheinen soll. In gewohnter Manier wurde das Publikum einbezogen – bei “Feuer Frei“ gab es für einige Personen eine kleine Abkühlung von Thenia Afentoulidou und Kat de Ville. Eine besondere und wohl einmalige Showeinlage gab es am Ende des Stücks ‘’I hate Berlin’’ – eine Kuhglocke wurde herbeigeholt und ergänzte das Stück auf komödiantische Weise. Das Konzert schloss Thomas Rainer mit dem Stück ‘’Katharsis’’. Danach gab es auf der Bühne eine Überraschung für Organisator Patrick Näf.

Da die Konzerte anlässlich des dreissigsten Geburtstages von Dunkelsucht-Mastermind Patrick Näf stattfanden, wurde dieser von Thomas Rainer auf die Bühne gebeten. Alle Musiker*innen und Organisator*innen versammelten sich auf der Bühne, um zu gratulieren, die Verbundenheit der Menschen auf der Bühne wurde sichtbar und zeigt auf, dass die Solidarität und Freundschaft innerhalb der Szene zentral bleiben.
Nach den Konzerten begann die After-Show-Party, durch die DJ Anubis (Martin Haas) und DJ SilentBatbeat (Tim Lindner, Dunkelsucht) mit einer zum Abend passenden Setlist führten. DJs wie Gäste feierten gemeinsam – auch die After-Show-Party wurde der angekündigten «Lektion in musikalischem Exzess» gerecht. Ein grosser Teil der Gäste blieb und tanzte in den Abschluss des Abends hinein, gemeinsam mit den Künstler*innen.
Insgesamt bleiben den Anwesenden wohl viele Highlights in Erinnerung, die Bands teilten sichtlich die Freude an dieser Geburtstagsfeier. Manche der Bands hätten wohl noch länger auf der Bühne bleiben dürfen, denn oft merkte man die Enttäuschung der Fans, wenn ein Konzert bereits zu Ende war. Jede Band überzeugte das das Publikum und leistete ihren Anteil an diesem rundum gelungenen Fest(ival). Es bleibt deshalb zu hoffen, dass dies nicht die letzte Ausgabe des Let your Darkness Out-Festivals bleibt.
Geschrieben von: the.goth.teacher
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