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KONZERT REVIEWS

UNDERWORLD live in der Jahrhunderthalle FFM: Deutsche Pünktlichkeit und wilder Tanz

today5. April 2024 67 5

Hintergrund
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Während unsere Kollegin Lucy einen Empathie- Lehrgang absolvierte, von dem sie hier berichtet, waren die Kollegen Yvi und Dany auf einer Tanzschulung.
Und hey, die Tanzlehrer KARL HYDE und RICK (RICHARD DAVID) SMITH haben uns gezeigt, wo der verdammte Hammer hängt! Und das trotz ihres beachtlichen Alters von 64 und 66 Lebensjahren…
UNDERWORLD schaffen es immer noch, brachialen und energetischen Techno mit Melancholie, Statements und allerlei verspielter Ausflüge in Randbereiche zu einem großen Ganzen zu verschmelzen!
Vorweg der Hinweis: Das Bildmaterial dient zur Auflockerung des Textes. Wie unsere Kollegen sind wir Überzeugungstäter und sind überwiegend privat auf den Veranstaltungen, von denen wir berichten. Einen Fotografen haben wir daher eher selten dabei. Bitte habt Verständnis dafür. Im Gegenzug geben wir uns extra viel Mühe, die Texte ansehnlich zu gestalten…

Der Start ins Abenteuer

Die Idee ist schon etwas skurril: Da will ein Duo zu einer Tanzveranstaltung, obwohl 50% dieses Teams momentan mit Krüppel ganz treffend beschrieben ist. Macht nichts, wir lassen uns doch nicht von solchen Unzulänglichkeiten aufhalten!
Die Anreise gestaltete sich jedoch zu Beginn etwas schwierig, da unser Navi ganz auf Ruhrpott gepolt ist und erst anstrengend davon überzeugt werden musste, das diese Jahrhunderthalle nicht in Bochum steht…
Die Fahrt selbst war trotz der verkehrstechnischen Widrigkeiten – Stichwort Autobahnbrückenproblematik – recht angenehm, zumal wir die Zeit nutzten, Gast- DJ Sets für unsere freitägliche Sendereihe ‚(Un)Happy Weekend‚ zu checken. Zack, wieder dezent Cross Promotion untergebracht (okay, bis zu diesem Ausbruch des Jubels war es dezent; kopfschüttelnde Anmerkung der Redaktion)!

Das Hotel, welches wir ergattern konnten, versprühte herrlichen 70er Jahre Barock. Aber was solls, ist ja nur für das bisserl Schlaf vor der Heimreise…
Da die Anbindung an den ÖPNV allerdings schlicht nicht vorhanden war und ein Taxi je Fahrt mit gut 20 € zu Buche geschlagen hätte, entschieden wir uns für die PKW- Nutzung zur Anreise zur Event- Location.
Ein Fehler, wie wir später noch feststellen mussten.
Denn die MYTICKET JAHRHUNDERTHALLE liegt in einem Ballungszentrum von Veranstaltungshallen.
Und ganz offenbar war in jedem dieser Objekte an diesem Abend was los.
Trotz allem waren wir nach nicht einmal 10 Minuten am Ort des Geschehens.
Der Rückweg sollte dann jedoch eine satte Stunde länger dauern und diese Stunde verbrachten wir ausschließlich auf dem Parkplatz der Venue. Das kann, darf und muss man kritisieren. Von daher konnten wir auch nicht mehr der Party mit INFACTED RECORDINGS Labelchef TORBEN SCHMIDT beiwohnen, was natürlich schade war. Warum wir diesen Satz geschrieben haben? Na wegen der Cross Promotion!

 

KARL HYDE von UNDERWORLD bei seiner Performance

 

Von deutscher Pünktlichkeit

Wir gar nicht mosern, denn hier geht es um ein tolles Konzert…
Und so schienen das auch die Massen zu sehen, die in Halle strömten.
Schwarz war die dominante Farbe an diesem Abend, wenngleich man das Publikum dennoch als bunt ganz passend beschreiben könnte.
An dieser Stelle können wir uns die Anmerkung, das UNDERWORLD einen feinen Sinn für Humor haben, nicht verkneifen.
Der Merch- Stand war zwar eher spartanisch bestückt, dafür fand sich da ein echter Schenkelklopfer. Es gibt tatsächlich ein Shirt, auf dem die bekannte Phrase „…i’m invisible, i’m invisible, i’m invisible…“ verewigt ist. Nur das, nichts anderes, aber dafür in einem leuchtfreudigen Gelb, welches bei der Hallenbeleuchtung wie ein Notausgangsschild leuchtete. Man sah also eigentlich nichts, außer die „Unsichtbaren“, ha ha!

Wir mögen ja so stumpfe Berichte nicht, die mit „Band XY begann pünktlich um … Uhr“ anfangen.
Allerdings fühlen wir uns hier tatsächlich dazu genötigt, denn das extrem akkurate Timing der Briten war schon außergewöhnlich.
Haargenau eine Minute vor der offiziellen Startzeit begann die Band, die keinen Support dabei hatte, mit ihrem Programm. Und in ziemlich exakt einer Stunde bekamen wir neueres Material und eher unbekanntere Stücke präsentiert. Damit waren UNDERWORLD ihr eigener Anheizer, der uns langsam auf Betriebstemperatur brachte.
Und KARL hielt sich vornehmlich neben RICHARD DAVID hinter dem Instrumentenpark auf, um selbst in die Musik einzutauchen und erstaunlich gelenkig zu tanzen. Bei einigen Stücken nutzte er ein halbhohes Plateau, welches hinter der Technik aufgebaut war.
Wir schwankten zwischen Bewunderung für diese Beweglichkeit und Enttäuschung ob der recht statischen Show auf dieser riesigen Bühne.
Nichts desto Trotz wurde der energetische Level der Musik immer weiter Richtung „are you nuts?“ gedreht, um mit dem letzten Track vor der Pause in einem wahren Gewitter zu enden!
Die beweglichen 50% der anwesenden RSW- Crew waren da bereits gutgehend nass geschwitzt…

Tanztee in Extrem

Und da war sie dann wieder, die deutsche Pünktlichkeit: Nach exakt 30 Minuten erschienen UNDERWORLD wieder auf der Bühne. Dies natürlich unter tosendem Applaus des anwesenden Publikums!

 

Action! hieß es bei UNDERWORLD in der Jahrhunderthalle FFM

 

Ab jetzt wurde es richtig wild, denn KARL hielt nichts mehr zurück. Entweder sang und tanzte er auf dem mittlerweile deutlich erhöhten Podest, oder eskalierte elegant quer über die weite Bühnenfläche.
Und die Crowd tat es ihm nach: Manche versuchten die Phrasen mitzusingen, der Rest tanzte wild und ausgelassen. Selbst die unbewegliche Hälfte der beiden RADIO SCHWARZE WELLE- „Botschafter“ eskalierte beim Zehenwippen und Gestikulieren.

Wie sonst sollte man auch mit der Aneinanderreihung von Granaten wie „Born Slippy/ NUXX“, „Dark & Long“, „Cowgirl“, „King Of Snake“ et cetera umgehen?!
Hier blieb kein Stein auf dem Anderen. Es gab massiven Nebeleinsatz, Stroboskope, Bass bis zur Schmerzgrenze und eine ausgeklügelte visuelle Begleitung.
Obwohl die Halle durchaus angenehm klimatisiert war, sahen die Leute hinterher aus, als wenn sie mit dem Wintermantel stundenlang in der Dampfsauna verbracht hätten.
Chapeau, Erfolg auf ganzer Linie! Dem würde sicher auch CARSTEN REHMANN, seines Zeichens vor Ort anwesendes Drittel von ALL THE ASHES (#Cross Promotion; Hinweis der Redaktion) vorbehaltlos zustimmen.

Fazit

Wer auf Begriffe wie Techno nicht sofort mit grünen Pickeln im Gesicht reagiert, sollte sich einen der hierzulande mittlerweile seltenen Besuche von UNDERWORLD zu Gemüte führen.
Und dabei vor Bewunderung für die Performance und die Freude am Tun, welche die Briten nicht verbergen konnten und wollten, zergehen.
Zweieinhalb Stunden massiver Techno- Soundwall in Konzertumgebung sind ein Vergnügen, dem man sich ruhig einmal hingeben kann!
Das Duo ist immer noch ein Wirbelsturm im britischen Tanz- Teeglas!
UNDERWORLD, you’re welcome anytime!

 

Ganz schön agiler Tänzer! Überhaupt haben die Techno- Veteranen von UNDERWORLD noch jede Menge Dampf auf dem Kessel und Spaß an der Sache.

 

Setlist

Part 1

  • Low Burn
  • Nylon Strung
  • Trim
  • Dirty Epic
  • Soniamode (Aditya Game Version)
  • Kittens
  • Mmm… Skyscraper, I Love You
  • Juanita 2022
  • Tin There

Part 2

  • Jumbo
  • Denver Luna
  • S T A R
  • Pearl’s Girl
  • Dar & Long (Dark Train)
  • Two Month Off
  • REZ/ Cowgirl
  • And The Colour Red
  • Border Country
  • Fen Violet
  • King Of Snake
  • Born Slippy/ NUXX

 

 

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Geschrieben von: Yvonne Uhlmann

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