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    Radio Schwarze Welle Radio Schwarze Welle

BANDVORSTELLUNG

HIDDEN SOULS im Gespräch: All That We Destroy

today4. November 2022 27

Hintergrund
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English Version below

Die argentinische Future-/ Synth- Popband HIDDEN SOULS hat ein neues Album am Start.
Hier könnt ihr unsere Review dazu finden und euch, falls noch nicht geschehen, ein ausführliches Bild davon machen.
Im Zusammenhang mit dem Release haben wir uns, coronakonform rein virtuell, mit einem Drittel der Band auf einen kleinen Schnack getroffen. Aus einem reinen Promotion Treff wurde ein sehr offenes und persönliches Gespräch, wie man es eigentlich nur intim unter guten Freunden führt. Dazu gehört auch ein Thema, welches wir hier schon einmal behandelt haben. Wir danken GUILLERMO “WILLIAM” PARDO NEIRA, der dieses Gespräch mit uns im Namen der Band HIDDEN SOULS geführt hat, dafür ganz besonders.
Also, dann lasst uns doch einfach beginnen:

 

HIDDEN SOULS Promo 2022
(c) Ph.Verónica Ganún
veronicaganunfotografa.blogspot.com

Das Gespräch

Radio Schwarze Welle: Hallo, Jungs, wir freuen uns, euch für dieses kleine Interview gewonnen zu haben. Wie geht es euch?

WILLIAM/ HIDDEN SOULS: Es ist uns ein Vergnügen und danke für eure Unterstützung.

RSW: Stellt Euch den Lesern doch bitte selbst kurz vor: wer seid ihr, wo kommt ihr her, wie und wann habt ihr euch zusammen gefunden und HIDDEN SOULS gegründet?

WILLIAM: Mein Name ist William, ich bin einer der Keyboarder von HIDDEN SOULS. Wir kommen aus Argentinien, aber ich lebe in Spanien, während Alex und Leo (Sänger) in Buenos Aires leben. Wir machen eine Kombination aus Dark-Synth-Pop-Musik. Alex und ich haben die Band gegründet. Am Anfang war die Band nur ein Hobby für uns. Auch hatten wir nicht genug Zeit, um in der Band zu arbeiten. Jetzt ist ein Vollzeitjob für mich. Wir hatten in der Vergangenheit mehrere Mitgliederwechsel. Als Leo vor 7 Jahren zur Band kam, dachten wir, es sei an der Zeit, einen Schritt nach vorne zu gehen und «professionell» mit der Band zu arbeiten.

RSW: Ihr habt 2018 euer Debütalbum veröffentlicht und seid insbesondere durch euch Lyrics aufgefallen, die eine gute Beobachtungsgabe und eine knallharte Analytik offenbarten. Was hat dazu geführt, was hat euch zu dem gemacht, was ihr jetzt seid?

WILLIAM: Zuerst möchte ich mich bedanken, denn nicht zu viele Leute sprechen über die Texte und für mich sind die sehr wichtig. Ich habe eine besondere Art, die Welt und das Leben im Allgemeinen zu sehen. Man könnte sagen, ich sehe die Welt von der dunklen Seite, aber ich bin realistisch und ich denke, ich fühle „ein bisschen mehr“ als die gewöhnlichen Menschen, allerdings leide ich auch mehr. Also ist es gut, darüber zu schreiben und Musik zu machen, aber es ist nicht so gut, es täglich zu spüren, wenn du weißt, was ich meine. Ich schreibe aus der Perspektive der Selbstreflexion. Über Werte, Liebe, Schmerz und Versagen. Der ewige Kampf zwischen Herz und Geist, von dem wir aber wissen, dass sie unzertrennlich sind.

RSW: Ihr habt seitdem unter anderem eine Europatournee gemacht, wie wir alle die Pandemie durchlebt und lebt mittlerweile ja auch räumlich weit getrennt voneinander. Wie funktioniert die Arbeit miteinander unter diesen Umständen und wieviel Einfluss hat das auf den kreativen Output?

WILLIAM: Es ist etwas schwierig, weil es nicht dasselbe ist, wie bei einer normalen Band. Aber wir haben einen Weg gefunden, aus der Ferne zu arbeiten. Virtuelles arbeiten bietet das Privileg, jederzeit zu arbeiten, aber das ist nicht dasselbe für eine Band, wie zusammen zu sitzen. Aber wir haben es geschafft! Ich habe mein Heimstudio in meiner Wohnung, sogar ein sehr professionelles. Also schicke ich die Demo-Songs an Leo und Alex (oder Alex schickt mir ein Demo) und wir reden darüber. Dann nimmt Leo zwei oder drei verschiedene Versionen meines (schrecklichen!) Gesangs und dann macht er die letzten Arrangements damit. Später schicken wir den Song an unseren
Produzenten FERNANDO SANDE DALLAS. Das größte Problem ist die Zeit, denn alles kostet viel Zeit und viel Mühe. Die Band ist jetzt wie ein großes Dreieck aus Alex & Leo, Fernando (Produzent) und mir.

RSW: Anfang November erscheint euer neues Album „All That We Destroy“ über ECHOZONE. Bevor wir da detaillierter drauf eingehen, stellen wir ganz allgemein fest, das der Sound von HIDDEN SOULS etwas offener und breiter geworden ist. Das Album enthält deutliche Einflüsse von Future Pop und Pop, während der dunkle Kern immer noch präsent ist. Was hat Euch und diese Entwicklung beeinflusst?

WILLIAM: In der Tat ist das neue Album mehr Synthpop als sein Vorgänger und ich weiß nicht warum, haha! Vermutlich, weil die letzten Jahre zu düster waren. Letztes Jahr mussten wir alle Gigs wegen der Pandemie absagen. In den letzten Jahren spielten wir mit NITZER EBB, AND ONE, M.I.N.E., DIARY OF DREAMS, da ist es extrem schwer, zwei Jahre ohne ein einziges Konzert zu verbringen. Auch die «Studioarbeit» war für uns nicht einfach. Vielleicht versuchten wir unbewusst, „optimistischer“ zu klingen, auch wenn die Texte oder die Akkorde noch ziemlich melancholisch oder düster sind. Ich glaube, wir haben genug Dunkelheit um uns herum. Also, wie Bowie sagte: «Let’s dance!», haha.

RSW: Das Album wird durch den als Single bereits bekannten Song „I Was There…“ eröffnet. In dem durchaus sehr Future Poppigen Gewand steckt eine sehr düstere Botschaft, der etwas Mystisches anhaftet und vielfältig interpretiert werden kann: gescheiterte Beziehung, Enttäuschung vom Leben, Fatalismus als Folge eines Blickes auf das aktuelle Weltgeschehen… Ähnlich auch bei „Something“, was möchtet ihr uns genau damit sagen?

WILLIAM: Wir haben viele Interviews geführt, aber ich glaube nicht, dass viele Leute «die Gefühle» von HIDDEN SOULS so verstanden haben, wie du es tust, vielen Dank auch dafür! Beide Songs, “I Was There…“ und „Something“ sind sehr persönlich. Ich schrieb die Texte in nur ein paar Minuten, weil ich wirklich „da war“, wenn du verstehst, was ich meine. Genauso bei „Something“, von dem wir denken, es ist der beste Song des Albums. Man merkt die intensiven Gefühle des Songs. Offensichtlich ist es kein kommerzieller Song und er hat keinen Refrain! Aber wir lieben es. Beide Songs handeln von der dunklen Seite des Lebens, wie du es gesagt hast! Genauer gesagt, eine gescheiterte Beziehung und eine klare Enttäuschung mit dem Leben allgemein.

RSW: „Sinking in despair“ klingt wie ein Hoffnung machender Zuspruch unter Depressiven. Ein Tabuthema, selbst in unserer Szene. Gibt es in der Band oder ihrem Umfeld Fälle von Depressionen und wenn ja, wie geht ihr damit um?

WILLIAM: Die psychische Gesundheit ist so wichtig, da hast du völlig Recht. Wir haben ja bereits darüber gesprochen, was wir über die Pandemie-Situation der letzten paar Jahre, plus die wirtschaftlichen Probleme und den Krieg direkt um die Ecke denken. Wir leiden sehr darunter.

In der Tat, es ist ein Tabuthema sogar in unserer Szene. Es ist sehr persönlich, aber ich kann dir sagen, dass ich einige Probleme in dieser Art habe. Ich hatte eine wirklich schlechte Zeit vor langer Zeit und ich habe wieder ein paar Probleme. Es sind keine Depressionen, aber ich habe ein paar Angststörungen und ich nehme Pillen. Es ist das erste Mal, dass ich darüber rede, aber die Leute müssen wissen, dass es okay ist, Probleme zu haben und es okay ist, darüber zu reden.

When you look inside the mirror // You can feel how much it hurts // Sinking in despair

RSW: „Loreley“ ist eine wunderbar dunkle Interpretation einer sehr deutschen Weise, wie kam es dazu?

WILLIAM: Du wirst überrascht sein, wenn ich dir erzähle, wie oft ich nach Deutschland gereist bin, wie viele Städte ich kenne und wie sehr ich eure Kultur liebe. Ich hatte die Musik, aber keine Texte. Also trank ich einen Kaffee mit meiner Frau und fing an, «Loreleeey» zu singen. Und ich sagte zu ihr: „Leider kenne ich kein Mädchen namens Loreley, haha“. Und plötzlich erinnerte ich mich an den Rhein und Loreleys Mythos. Also hatte ich eine Melodie im Kopf und nachdem ich den Mythos wieder gelesen hatte, dachte ich, ich sollte die andere Seite der Geschichte schreiben. Ich meine die „Freund“- Sichtweise. Ich wollte der Geschichte etwas mehr hinzufügen, etwas Neues.

RSW: „All That We Destroy“ ist eine sehr treffliche Beschreibung des immer gleichen menschlichen Handelns. In Deutschland sagen wir „mit dem Arsch einreißen, was wir mit den Händen erschaffen haben“, haben wir das richtig interpretiert?

WILLIAM: Ganz genau, du hast es erkannt! Das ist das Gefühl… Das ist es, was ich sehe. Ich ging durch Berlin und sah ein Loch in einem Teil der Berliner Mauer. Ich dachte, es wäre etwas ironisch. Weil ich durch das Loch sah und ich sah eine auf eine weitere Wand! Also sagte ich zu meiner Frau: «Es spielt keine Rolle, wie viele Jahre wir versuchten, eine bessere Welt zu erschaffen. Schließlich kommen wir immer wieder auf den gleichen traurigen Punkt zurück. Weil etwas passiert und wir alles zerstören, was wir gemacht haben, alles, was wir aufgebaut haben, alles, was wir geschrieben haben.» Das Loch ist eine Metapher. Wenn ihr das Cover des Albums betrachtet, könnt ihr ein dunkles Geschenk durch das Loch sehen.

RSW: Wir (die Autoren, Anm. der Red.) sind aus persönlichen Gründen sehr ergriffen von den Songs „The Song Of Unbelievers“ und „Nobody“. Möchtet ihr auf diese Songs noch einmal eingehen?

WILLIAM: «Nobody» entspricht genau der Definition von Dark Synthpop. Man kann sagen, dass es auch eine Gothic- Atmosphäre hat. Das Duett funktioniert perfekt. Ich habe die Texte geschrieben und dabei an meine Eltern und mich gedacht. Sie sind Spanier, aber sie leben in Argentinien. Sie haben einige Probleme, wollen aber nicht zurück nach Spanien ziehen. Und jedes Mal, wenn ich dorthin reise, weiß ich nicht, ob es das letzte Mal ist, sie lebend zu sehen. „The Song Of Unbelievers“ beginnt mit einem Sample des Films „Der Exorzist“. Dieses Sample ist wie ein Manifest des Liedes. Ein Obdachloser sagte zu einem Priester: „Vater? Könntest du einem alten Ministranten helfen? Ich bin Katholik“. Ich ziehe es vor, an das Gute im Menschen zu glauben, als an „eine höhere Macht“. Egal, wie oft ich von anderen enttäuscht wurde. Ich glaube, niemand wird uns retten, außer uns selbst oder unsere Lieben. Der Song beginnt mit einer düsteren Industrial- Atmosphäre und plötzlich taucht ein Uptempo Song im COVENANT Style auf.

RSW: Nach der bitterbösen Synthpop- Hymne „We Are All Escapists“ endet die Scheibe in dem tief betrübten „The Void“, welches uns durchaus in einer gewissen Leere zurücklässt. Gibt es denn nichts mehr, was einem ein wenig Hoffnung auf den morgigen Tag machen kann?

WILLIAM: Ich glaube immer noch an Liebe und Wohlwollen. Und natürlich die Kraft der Musik!

RSW: Wir haben das Album hier in unserer Redaktion gefeiert und wünschen euch viel Erfolg damit. Unsere Einschätzung zu dem Werk finden unsere Leser hier. Wie geht es jetzt weiter, was habt ihr für die nahe Zukunft geplant?

WILLIAM: Dankeschön! Wir werden 4 weitere Singles veröffentlichen, um das Album zu unterstützen. Auch wollen wir nächstes Jahr wieder auf Tour gehen. Wir brauchen jede Hilfe, die wir kriegen können.

RSW: In Bezug auf die letzte Frage noch einmal im Detail nachgehakt: Wie sieht es in Südamerika, speziell Argentinien mit der schwarzen Szene aus? Gibt es dort überhaupt eine? Wenn ja, wie groß ist sie und wie divers aufgestellt? Seid ihr dort gut unterwegs?

WILLIAM: Argentinien steckt in einer großen Krise, die schlimmste Krise aller Zeiten! Die Argentinier haben es dort sehr schwer. Die Regierung wertet die Währung fast jeden Monat ab. Wenn ihr also eine große Krise habt, wird eure Gegenwart und eure Zukunft unterdrückt. Es gibt ein paar Bands in Argentinien, aber leider ist die Synthpop- /EBM- /Dark- Szene zu klein. Wenn internationale Acts, also bekannte Bands nach Argentinien reisen, gehen viele Fans massiv zu den Konzerten und es ist eine ausgezeichnete Chance für Bands wie uns, unsere Arbeit dem lokalen Publikum vorzustellen. In Buenos Aires gibt es jedes Wochenende kleine Partys, mehr aber nicht. Es ist so schwierig, eine Band in Südamerika zu haben.

RSW: Wir bedanken uns recht herzlich für das Gespräch, wünschen euch einen erfolgreichen Release und alles Gute für die Zukunft. Wir (die Autoren) hatten dieses Jahr schon einmal das Vergnügen, euch in Deutschland live als Support für BEYOND OBSESSION zu erleben und würden uns über eine baldige Wiederholung eines solchen Erlebnisses freuen.

WILLIAM: Gern geschehen! Danke, Ivy und Dany. Wir haben eine wundervolle Zeit in Deutschland verbracht. Das Feedback war unglaublich und wir freuen uns sehr darüber. Glücklicherweise haben uns im letzten Sommer viele Leute geholfen, durch Europa zu touren, wie NILS & MARCO (NILS UPAHL und MARCO BARTZ von BEYOND OBSESSION; Anm. der Redaktion). Wir lieben BEYOND OBSESSION und ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder zusammen spielen können.

Das Gespräch mit WILLIAM führten Ivy und Dany für RADIO SCHWARZE WELLE. Vielen Dank auch an ULF MÜLLER von ECHOZONE für die Unterstützung.
Alles rund um HIDDEN SOULS erfahrt ihr hier und hier, die Musik bekommt ihr auf Bandcamp, bei ECHOZONE, im gut sortierten Musikhandel und natürlich auf den großen Streamingplattformen.

Unseren Stream und viele weitere redaktionelle Inhalte bekommt ihr auf unserer Website, aktuelle Artikel und mehr auf unserer Facebook Präsenz.

 

 


English version:

The argentinian future/synth-pop band HIDDEN SOULS has released a new album.
Here you can find our review (sorry, german spell only) and, if not already done, get a detailed picture of it.
In connection with the release, we met up with a third of the band, in a virtual way, on a small talk. A pure promotion meeting turned into a very open and personal conversation, which is actually only held in person among good friends. This also includes a subject which we have already dealt with here (german only). We would like to thank GUILLERMO “WILLIAM” PARDO NEIRA, who spoke with us on behalf of the band HIDDEN SOULS.
So, let’s just start:

 

HIDDEN SOULS Promo 2022
(c) Ph.Verónica Ganún
veronicaganunfotografa.blogspot.com

 

The Interview

Radio Schwarze Welle: Hi there, guys, how are you? Nice to meet you for this little interview.

WILLIAM/ HIDDEN SOULS: It’s our pleasure. Thank you for your support!

RSW: Please introduce yourselves to our readers: who are you, where do you come from, when and how did you find yourself and form the band HIDDEN SOULS?

WILLIAM: My name is William, I’m one of the keyboardist of HIDDEN SOULS. We’re from Argentina but I’m living in Spain while Alex and Leo (singer) are living in Buenos Aires. We make a combination of dark-synth pop music. Alex and I founded the band. In the very beginning, the band was just a hobby for us. Also we didn’t have enough time to work in the band. Now is a full time job for me. We had several changes of members in the past. When Leo joined the band 7 years ago, we felt it was the right time to take a step forward and work with the band “professionally”.

RSW: You released your debut album in 2018 and were particularly notable for your lyrics, which revealed a good sense of observation and a hard analysis. What led to this, what made you who you are now?

WILLIAM: First, I want to say thank you because not too many people talk about the lyrics and for me it’s so important. I have a particular way of see the world and life in general. You could say that I see the world from a dark point of view but I’m realistic and I think I feel “a little bit more” than the common people but I suffer more too. So, it’s good to write, to make music, but it’s not so good to feel it daily, if you know what I mean. I write from a self-reflection perspective. About values, love, pain and failures. The eternal struggle between the heart and the mind but we know they are inseparable.

RSW: Since then, you’ve made a European tour, how we all live through the pandemic and are now living far apart from each other. How does working with each other work under these circumstances and how much impact did all this have on the creative output?

WILLIAM: It’s a little hard because it’s not the same but we found the way to work remotely. Remote workers have the privilege of working at any time but it’s not the same for a band. But we managed to do it! I have my home studio at my flat. A very professional one. So, I send the demo songs to Leo and Alex and we talk about it (or Alex send a Demo to me). Then, Leo records 2 or 3 different versions of my (horrible!) vocals and then, he makes the final vocal arrangements. Later on, we send the song to our producer Fernando Sande Dallas. The biggest problem is TIME. Because everything takes a lot of time and a lot of effort too. Because the band is like “a big triangle” now. Between Alex & Leo, Fernando (producer) and me.

RSW: In early november your new album “All That We Destroy” will be released via ECHOZONE. Before we go into more detail, let’s say in general that the sound of HIDDEN SOULS has become a little more open and broad. The album contains clear influences of future pop and pop, while the dark core is still present. What influenced you and this development?

WILLIAM: Indeed. The new album is more synthpop than its predecessor… and I don’t know why! Hehe Because the last couple of years were too dark. We had to cancel all our gigs last year because of the pandemic situation. The last few years, we played with Nitzer Ebb, And One, M.I.N.E., Diary of Dreams and it was so hard to spend two years without playing any single concert. Even the “studio work” wasn’t easy for us. Maybe, unconsciously, we tried to sound more “optimistic”. Even if the lyrics or the chords still are quite melancholic or dark. I think we have enough darkness all around us. So, as Bowie said: “Let’s dance!” hehe

RSW: The album is opened by the single “I was there…” In the very Future Pop garment there is a very dark message, which is attached to something mystical and can be interpreted in many different ways: a failed relationship, disappointment with life, fatalism as a result of looking at current world events… Similarly with “Something”, what exactly do you want to tell us?

WILLIAM: We did a lot of interviews but I think not too many people caught the feelings of HIDDEN SOULS as you did. So, thank you for that too! Both songs, “I Was There…” & “Something” are too personal for me. I wrote the lyrics in just a couple of minutes because I really “was there”, if you know what i mean. The same with “Something”. We think this is the best song of the album. You can notice the intense feelings of the song. Obviously, it’s not a commercial song. It has no chorus! But we love it. Both songs are about the darker side of life. You said so! Specifically, a failed relationship and a clear disappointment with life.

RSW: “Sinking In Despair” sounds like a hopeful cheer among depressed people. A taboo subject, even in our scene. Are there any cases of depression in the band or its environment and if so, how do you deal with it?

WILLIAM: In general, we think that mental health is a very important topic. The mental health is so so so important, you are completely right. As we talked before, if we think about the pandemic situation the last couple of years, plus the economic problems and the war just around the corner, we’re suffering too much nowadays. Indeed, it’s a topic taboo even in our scene. It’s so personal, but I can tell you that I have some problems. I spent a really bad time a long time ago but I’m having some problems again. It’s not a deep depression but I’m having some “anxiety problems” and I’m taking pills. It’s the first time I’m talking about it but people need to know that it’s ok to have problems and it’s OK to talk about them.

When you look inside the mirror // you can feel how much it hurts // Sinking in despair

RSW: “Loreley” is a wonderfully dark interpretation of a very german traditional, how did it come about?

WILLIAM: You’ll be surprise if I tell you how many times I traveled to germany, how many cities I know and how much I love your culture. I had the music but no lyrics. So, I was taking a coffee with my wife and I started to sing “Loreleeey…”, and I said to her: “Sadly, I don’t know any girl called Loreley hehe”. And suddenly, I remembered the Rhine River and Loreley’s myth. So, I had a melody in my mind and after reading again about the myth, i thought i should write the other side of the story. I mean, the “boyfriend” point of view. I wanted to add something more to the story, something new.

RSW: “All That We Destroy” is a very good description of the same human action. In Germany, we say “tear down with our asses what we have created with our hands”, have we interpreted that correctly?

WILLIAM: Exactly! You are right! This is the feeling… This is what I see. I was walking in Berlin and I saw a hole in some part of the Berliner mauer. I thought it was a little ironic. Because I saw through the hole and i saw another wall! So, i said to my wife: “It doesn’t matter how many years we tried to make the world better. Finally, we always come back to the same sad point. Because something happens and we destroy everything we did… everything we build, everything we wrote”. The hole is a metaphor. If you see the cover of the album, you can see a dark present through the hole.

RSW: We (the authors, editor’s note) are very moved by the songs “The Song of Unbelievers” and “Nobody” for personal reasons, do you want to go back to those songs?

WILLIAM: “Nobody” is the exactly definition of “Dark-Synthpop”. We can say that it has a “goth” atmosphere too. The duet works perfectly. I wrote the lyrics thinking about my parents and myself. They are living in Argentina but they are Spanish. They are having some problems but they don’t want to move back to Spain. And every time I go there I don’t know if it’s the last time I’m going to see them alive.
About “The Song of the Unbelievers”. It starts with a sample of the movie “The Exorcist”. This sample is like “a manifesto” of the song. A homeless man said to a priest: “Father? Could you help an old altar boy? I’m a Catholic”. I prefer to believe in the good in people than “a higher power”. No matter how many times I’ve been disappointed by others. I think no one will save us but ourselves or our loved ones. The song starts with a dark/industrial atmosphere and an up-tempo “Covenant style” song suddenly emerges.

RSW: After the bitterly evil synthpop anthem “We are all escapists” the record ends in the deeply sad “The Void”, which leaves us quite in certain emptiness. Is there nothing left to give you a little hope for tomorrow?

WILLIAM: I still believe in love and goodwill. And of course, the power of music!

RSW: We celebrated the album here in our editorial office and wish you a lot of success with it. Our readers can find our assessment of the work here (german only). What’s next, what are you planning for the near future?

WILLIAM: Thank you! We will release 4 more singles to support the album. Also, we want to Tour again next year. We need all the help we can get.

RSW: With regard to the last question, let’s look at it again in detail: What is the situation in South America, especially Argentina, with the black scene? Is there one there? If so, how big is it and how diverse is it? Are you all right there?

WILLIAM: Argentina is having a big big crisis… Worst crisis ever! Argentinian people are having a very hard time over there. So, there’re a few bands in Argentina but sadly the“synthpop/EBM/dark scene” is too small. When international acts, “known bands” go to Argentina, many fans go massively to the concerts and it’s an excellent chance for bands like us to show our work to the local public. In Buenos Aires, there’s small parties every weekend but nothing more. It’s so difficult to have a band in South America. The government makes a devaluation of the currency almost every single month. So, if you have a big crisis your present and your future will be downtrodden.

RSW: We thank you very much for the conversation, wish you a successful release and all the best for the future. We (the authors) had the pleasure of seeing you live in Germany as support for BEYOND OBSESSION this year and would be happy to see you repeat such an experience soon.

WILLIAM: You’re welcome! Thank you Ivy and Dany. We spent a wonderful time in Germany. The feedback was amazing. We’re so happy about it. Thankfully, a lot of people helped us for touring in Europe last summer. Like Nils & Marco (NILS UPAHL and MARCO BARTZ of BEYOND OBSESSION; an authors note). We love BEYOND OBSESSION and I hope we can play together again next year.

The interview with WILLIAM was conducted by Ivy and Dany for RADIO SCHWARZE WELLE. Many thanks also to ULF MÜLLER of ECHOZONE for his support. You can find out everything about HIDDEN SOULS here and here, you can get the music on Bandcamp, at ECHOZONE, in the well-stocked music store and of course on the big streaming platforms.

Our radio stream and many other editorial content can be found on our website, current articles and more on our Facebook presence (german content only).

Geschrieben von: Yvonne Uhlmann

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