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KONZERT REVIEWS

Der Schwarze Ball am Karfreitag, 3. April 2026

today15. April 2026 36

Hintergrund
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Ein Gastbeitrag von Schwarzspektrum

Wie alle Jahre luden auch an diesem Karfreitag More Than Mode und SWISS DARK SCENE zum legendären Schwarzen Ball im X-TRA, wobei auch diesmal das Lineup wieder sehr vielversprechend für eine rauschende Partynacht war.

Traitrs, She Past Away, Forced to Mode, IAMX, Aux Animaux, Emmon und Lone Assembly machen doch ziemlich was her für einen Schwarzen Ball. Auch wenn man große Namen am Schwarzen Ball gewohnt ist, sind IAMX, doch schon mal eine Nummer, wo ich im Vorfeld eigentlich schon sicher war, dass da wohl ein ziemlicher Volksauflauf zu erwarten ist, zumal auch Forced to Mode eine grosse Anhängerschaft hat, insbesondere auch an Leuten, die wohl ansonsten nicht am Schwarzen Ball anzutreffen sind, und man gut daran tut, sich im Vorfeld schon mal ein Ticket im Vorverkauf zu sichern, da ein ausverkauftes Haus durchaus im Bereich des Möglichen liegt.

Für mich waren an diesem Abend insbesondere Emmon und IAMX auf der Must See-Liste ganz oben, allerdings machte mir da der Veranstalter mit der Timeline doch einen ziemlichen Strich durch die Rechnung, indem er die beiden Bands nur eine Viertelstunde verzögert auftreten ließ. Erst Emmon auf der Luna Stage und eben eine Viertelstunde später IAMX auf der Main Stage. Beide Künstler habe ich zuvor noch nie gesehen und so war für mich doch etwas schwierig, für was ich mich da entscheide. Da eben Emmon früher am Start, war dann meine Strategie entsprechend, dass ich erst bei der Luna Stage vorbeischaue und je nach Gefallen, früher oder später zur Main Stage wechsle, aber dazu später mehr, denn vorab waren ja noch einige andere Künstler angesagt, welche durchaus auch sehens- und hörenswert.

Traitrs

Als erster Act um 19:00 waren Traitrs an der Reihe. Das kanadische Post Punk Duo, bestehend aus den beiden langjährigen Freunden Sean-Patrick Nolan und Shawn Tucker, habe ich bisher schon zweimal live miterlebt, einmal auch am Schwarzen Ball und das andere Mal in der Musigburg, wobei beide Konzerte schon einige Zeit zurück liegen und so war ich doch auf ihren Auftritt gespannt, wobei ich da anmerken muss, dass ich jahrgangsbedingt eine gewisse Modern Talking-Schädigung aufweise und mit männlichen Gesangsstimmen, welche die von Thomas Anders höhenmäßig übertreffen, diplomatisch ausgedrückt, doch so meine liebe Mühe habe. Ja, und da ist Shwans Stimme halt schon eine Kandidatin, in dieses Raster zu fallen. Ich will aber mal nicht so sein, zumal mir der Sound von Traitrs durchaus gefällig ist und es doch einige Songs von ihnen in meine Lieblingssongs-Playlist geschafft haben. 
Kurz nach sieben startete dann auch ihr Konzert, wobei die beiden auf der Bühne einen sehr soliden und erfahrenen Eindruck hinterließen, die Bühnenpräsenz war jederzeit hoch und insbesondere Shawn vermochte den zu dieser frühen Zeit schon außergewöhnlich gut besuchten Zuschauerraum, mit seinen Aufforderungen und zuweilen wilden Tanzeinlagen, zum ausgeschweiften Mitmachen und Mittanzen bewegen. Den beiden Jungs war durchaus zu gönnen, dass sie schon zu so früher Abendstunde mit einem dermaßen gut gelaunten Publikum gesegnet waren, zumal die Show alles andere als langweilig war. Betreffend der gespielten Songs war ich aber doch recht schnell mal anderer Meinung, da die Lieder doch alle eher ähnlich klingen und auch vom Arrangement her nicht allzu große Unterscheidungen auszumachen sind, was doch bei mir innert Kürze zu einer gewissen Langeweile führt und so zog ich es nach ungefähr der Hälfte des Konzerts vor, mich auf Entdeckungstour nach bekannten Gesichtern in der Zuschauerschaft zu machen, zumal die Bekanntschaften am Schwarzen Ball für mich im mindesten so wichtig sind, wie die Konzerte.

She Past Away

Um Viertel nach Acht war dann She Past Away auf der Main Stage angesagt und obschon ich die Band bisher schon gefühlt unendliche Male gesehen habe, wollte ich mir auch diesmal ihre Show nicht entgehen lassen, denn das türkische Duo, bestehend aus Volkan Caner (Gesang, Gitarre und Songwriting) und Doruk Ozturkcan (Schlagzeug, Synthesizer und Produktion) haben es mir seit jeher sehr angetan, insbesondere da sie sich sprachlich von fast allen Bands in diesem Genre abheben und selbst wenn ich da kein Wort direkt verstehe, bin ich doch absolut fasziniert davon.
Wie gewohnt, legten die beiden von Beginn weg los und vermochten mit ihrem wunderbaren Sound das Publikum im vollen Saal innert Kürze in ihren Bann zu ziehen. Bei früheren Konzerten der Künstler fiel mir oft auf, dass zwischen den Songs jeweils eine ziemlich lange Kunstpause, wohl zum Einstellen der Parameter für den nächsten Song, lag. Dies sorgte dafür, dass die ausgelassene Stimmung in dieser Zeit doch etwas abklingen mochte und jeweils beim nächsten Song wieder aufgebaut werden musste. Diesmal war alles anders, die Songs kamen in wunderbaren Abständen, so dass am Songende ein ausgelassener Applaus Platz fand, die Pausen allerdings eben nur so lange dauerten, bis dieser langsam abklang und schon war wieder ein Feger am Fliegen. Dieser Umstand verlieh dem Konzert eine bisher unbekannte Note und ich würde sagen, viel besser kann man das nicht machen und das Publikum dankte dies mit ausgelassenem Feiern und Tanzen, definitiv eines der besten Konzerte, das ich von den beiden bisher erleben durfte.

Aux Animaux

Fast zeitgleich mit dem Ausklingen der letzten Töne startete auf der Luna Stage das Konzert von Aux Animaux. Diese Künstlerin war bisher ein weißer Fleck in meiner Artisten-Landkarte und ich habe mich auch im Vorfeld nicht groß über sie informiert. Die Künstlerin hinter Aux Animaux ist Gözde Düzer, ursprünglich aus Istanbul stammend, heute in Stockholm lebend. 
Ich bin bei der jetzigen Recherche etwas erschrocken, oder sicher aber erstaunt, dass sich dieses Projekt schon seit 2015 in den Tiefen der Gothic Musik tummelt, dies im Sub Genre Synth-Pop, wobei sie ihren Style selbst als Hauntwave beschreibt. Live auf der Bühne spielt sie sowohl Bass als auch Teremin, welches Instrument bei mir doch einen sehr hohen Stellenwert hat, wenn es denn zur Musik passt, was nicht in jedem Fall gegeben ist. Nun, in diesem Fall war es absolut gegeben und man spürt gut, dass auch ihr dieses Instrument sehr gut liegt. Musikalisch sicher etwas spezieller, aber durchaus ein Leckerbissen und die Bühnenpräsenz jederzeit top, denn das Girl hat ziemlich Power und vermag das vorzüglich in Szene setzen.
Leider war ich etwas spät im Saal und so konnte ich mir nur einen Platz in den hinteren Reihen ergattern, was beim Luna Stage doch eher suboptimal ist, zumal die Bühne nicht allzu hoch und dadurch nur schlecht einsehbar. Anstelle mich im dichten Gedränge irgendwo inmitten des Saals zu tummeln, zog ich es recht früh vor, dem Konzert aus der vorgelagerten Bar noch etwas zu lauschen, hier halt mit der Einschränkung keine oder sehr beschränkte Einsicht auf die Bühne zu haben. Was ich aber gesehen und gehört habe, war doch sehr überzeugend und wenn sich da wieder einmal die Gelegenheit bieten sollte, sehr gerne wieder. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, ein Wiedersehen war schon in Kürze angesagt, dazu aber später mehr.

Forced to Mode

Forced to Mode hinterlassen bei mir jeweils einen etwas zwiespältigen Eindruck, da ich doch sehr auf Bands stehe, die etwas Eigenes produzieren und entsprechend auf der Bühne zeigen. Bei den Jungs ist ja nun ziemlich das Gegenteil der Fall. Zugegeben eine sehr gute, wohl die Beste Coverband von Depeche Mode, aber eben Cover! 
Die Band besteht aus Christian Schottstädt (Gesang, Keyboards), Thomas Schernikau (Keyboards, Gesang) und Matthias Kahra (Gitarre). Die drei machten auch an diesem Abend ihre Sache sehr gut und wurden auch von den Fans frenetisch gefeiert. Christian stand dabei Dave kaum nach, aber genau das ist es, was bei mir für alles andere als Freudenjubel sorgt und so musste ich nach kurzer Zeit aus dem Bühnen-einsehenden Bereich weichen und verfolgte das Konzert fortan im Foyer bei wunderbaren Gesprächen mit Freunden, mit toller Depeche Mode-Hintergrundmusik. Für mich absolut passend, aber sicher nicht so, dass ich nun groß über die Band und ihren Auftritt berichten könnte.
 Nun, den Fans, und das sind nicht wenige, hat’s auf jeden Fall gefallen und es muss ja nicht immer alles allen gefallen, von daher hatte die Band durchaus ihre Berechtigung und wenn man so die Anhängerschaft studiert, ist Forced to Mode sicher auch ein gewisser Publikumsgarant und ihren Fans ein großer Anteil am ausverkauften Haus geschuldet.

Emmon

Und nun war eben das Dilemma mit den zwei fast gleichzeitigen Auftritten von Künstlern, welche ich eigentlich beide unbedingt sehen wollte, und so war nun halt eine Triage angesagt, weil Klonen ist nicht. Wie eingangs schon erwähnt, startete ich bei Emmon, zumal sich dies zeitlich doch etwas aufdrängte. Um nicht wie beim vorherigen Konzert auf der Luna Stage, irgendwo im Nirgendwo unterzugehen, machte ich mich schon rund eine Viertelstunde vor Konzertbeginn im bühnennahen Bereich bereit, damit ich da auch ja alles aus nächster Nähe erleben kann. Emmon (Emma Nylén) gab am Karfreitag ihr Bühnendebut in der Schweiz, vorgeeilt ist ihr der Ruf als schwedische Elektro Queen mit unbeschreiblicher Bühnenpower. Selbstsprechend sind auch ihre zahlreichen Songs, welche sich innert Kürze einen festen Platz in der EBM-Szene erobert haben, welch Wunder auch bei solch geballter Elektro-Power, gepaart mit einer sehr tollen Power-Stimme. Zwar ist Emmon ein Soloprojekt, allerdings ließ sie sich in Zürich von einem Herrn in elektronischen Belangen begleiten und da es mir ein Anliegen ist, alle Protagonisten namentlich zu erwähnen, soll auch dieser Herr, der sich zwar dezent im Hintergrund aufhielt, nun aber letztendlich nicht den Anschein machte, dass er da nur als Zierde hingestellt war, zu diesen Ehren kommen. 
Die Recherche dazu erwies sich nun allerdings als etwas hartnäckiger, als ich mir das von anderen Bands gewohnt bin. So hat die gewohnte Google-Suche sowie das Durchstöbern von gängigen Seiten kaum Brauchbares oder jedenfalls nichts ergeben, dass ich nun mit gutem Gewissen hätte verwenden können und so musste ich, übrigens zum ersten Mal seit ich meine Blogreihe startete, eine KI bemühen, welche mir mit einer Bildsuche etwas Arbeit abnahm, dies aber zu meinem Erstaunen auch ohne eindeutiges Resultat. Mit zuvor schon bekanntem aber letztendlich doch zielführend. 
Zum Namen Jimmy Monell, werden nun wohl auch nur wenige direkt eine Verbindung haben, allerdings wage ich zu behaupten, dass alle Leser schon Werke zu Ohren bekamen, an deren Prodiktion er zumindest mitbeteiligt war. Zum einen ist das Roxette und aktuell Kite, welche ja vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls im X-TRA einen Auftritt hatten. Jimmy hat sich in der schwedischen Musikszene doch mittlerweile zu einer ansehnlichen Größe etabliert und ist eben auch an Produktionen von Emmon mitbeteiligt und beweist ein weiteres Mal, dass bei ihm ein ziemliches Potential für treibende Songs vorhanden ist.
Als er nun die Bühne betrat, war der kleine Saal doch schon ziemlich zum Bersten gefüllt, vorne an der Bühne war aber durchaus noch eine gewisse Komfortzone, so dass man hier auch noch das Tanzbein schwingen konnte, sollte es denn so weit kommen. Kurz nach den ersten Klängen des Intros, ging ein Ruck durchs Publikum, wie sich kurz darauf herausstellte, war das Emma, die wie ein Wirbelwind durch das Publikum ihrem Platz auf der Bühne zustrebte, da dies derer einziger Zugang ist. Ab der ersten Sekunde verzückte sowohl der Sound als auch die Interaktion von Emmon das anwesende Publikum und innert Augenblicken war dieses wild hüpfend zum Rhythmus der schlagenden Elektro Beats am Tanzen.
Was war da für eine Power am Start, die Künstlerin vermochte es, mit jeder Bewegung, mit ihrer gesamten Gestik und ihrer Power, sowie einem riesigen Selbstvertrauen und -bewusstsein, den Saal unter Hochspannung zu setzen und die Aussage von Emma: «Die Bühne ist mein Habitat», war jeden Augenblick spürbar. Das Publikum vermochte dies mit lautem Jubel und kaum enden wollendem Applaus nach jedem Song zu goutieren und den beiden war anzusehen, dass sie dies sichtlich genossen, ohne auch nur in irgendeiner Weise überheblich zu wirken, sondern eher mit einer gewissen Demut und Dankbarkeit.
Emma ließ es sich auch nicht nehmen, mit dem Publikum auf Tuchfühlung zu gehen, absolut ohne Berührungsängste interagierte Sie mit diesem und wagte sich zwischenzeitlich sogar weit in den Saal vor, um dies auch den hinteren Reihen zu beweisen, absolut nahbar und authentisch, schlichtweg grandios!
Leider ist nun, während ich diese Zeilen schreibe, schon etwas Zeit verstrichen und da ich im Alter mittlerweile auch schon etwas fortgeschritten bin und wohl meine Ginseng-Pillen nicht in der nötigen Regelmäßigkeit einnehme, mutiert mein Denkorgan zu einer gewissen Löchrigkeit und so kann ich mich bei bestem Willen nicht mehr daran erinnern, ob nach dem absolut frenetischen Applaus und Jubel überhaupt noch eine Zugabe drin lag. Sicher war kein Abgang von der Bühne und dann nochmaliges Erscheinen, aber mir ist, als hätten sie zuvor den letzten Song angekündigt gehabt, ob eben dem Jubel dann aber nochmals einen angehängt. Jedenfalls war spür- und sichtbar, dass auch die beiden riesigen Spaß hatten.
Da ich nicht bei jedem Konzert behaupten kann, das wäre nun das Beste, je gesehene, greife ich hier einmal auf eine Skala als Indizierung zurück und da erhalten Emmon definitiv eine 10 von 10! Und so sicher auch das Prädikat, dass ich da nicht zum letzten Mal im Publikum stand.

IAMX

Da eben die beiden Konzerte fast zeitgleich gestartet, sputete ich nach Ende des Emmon-Konzerts in den großen Saal, um auch von IAMX noch einen Happen abzubekommen, auch wenn ich nach Emmon schon sicher war, dass egal, was nun noch kommt, dies nicht zu toppen wäre. Aber es wäre auch verwegen und nicht fair, da nun die beiden gegeneinander aufzuwiegen, denn von IAMX bekam ich letztendlich zu wenig mit, um mir da noch ein vernünftiges Gesamtbild zu schaffen. Ungefähr eine halbe Stunde, durfte ich aber doch noch in den Genuss der sehr tollen Darbietung kommen und ja, ich hätte von der Band auch sehr gerne das gesamte Konzert verfolgt, aber was soll’s, man kann nicht immer alles bekommen im Leben. 
Da kam ich nun also mitten im Konzert vor der Main Stage an und war doch erstmals etwas überrascht, weil irgendwo hatte ich da ein Déja-Vu, links außen, die Künstlerin am Bass, kam mir doch sehr bekannt vor und wer nun den vorherigen Text gelesen hat, dem kommt sicher der Name Gözde Düzer ebenfalls bekannt vor. Ja, genau diese Gözde Düzer, die zuvor als Aux Animaux auf der Luna Stage am Start war, ist ebenfalls Teil von IAMX, zusammen mit Chris Corner (Gründer der Band, Gesang, Keyboard und Programmierung) und Jon Siren (Schlagzeug, seinerseits seit 2015 dabei), bearbeitet sie den Bass sowie das Teremin und teilweise war auch ihre Stimme im Background zu vernehmen.
IAMX faszinieren mich seit jeher mit ihrem wunderbaren Sound, der sich irgendwo zwischen Synth-Pop, Dark Cabinet Industrial und ganz viel Experimentellem ansiedelt, getragen von einer großartigen Portion Elektronik, wobei hier oftmals unerwartete, jedoch absolut passende und teilweise überaus faszinierende Klänge eingearbeitet werden, jedoch eben durch das Schlagzeug und den Bass auch eine Note an handwerklicher Charakteristik erhalten. Dabei sind die Songs nicht immer vorhersehbar, aber doch jederzeit stimmig und wohlklingend. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die mannigfaltige Stimme von Chris, welche über mehrere Oktaven, von hauchend bis krachend, eindringlich und höchst präsent und präzise, die Songs in einer wunderbaren Weise belebt.
Da ich, wie erwähnt, die Band bisher nie live erleben durfte, kannte ich die visuellen Aspekte bisher nur aus vielen sehr coolen Videos, welche die Band in den Jahren veröffentlicht hat und welchen ich fast durchwegs das Prädikat Kunst auf höchstem Niveau attestiere. Betreffend Live-Show habe ich schon einiges gehört und auch den ein oder anderen Konzertmitschnitt zu Gesicht bekommen. Und ich muss zugeben, auch auf der Bühne künstlerisch hochstehend, zum einen mit dem Bühnenbild, das aus diversen Leinwänden in unterschiedlichen Formaten, der Videokunst, für welche Chris bekannt ist, eine Bühne oder eben Leinwand geben, zum andern aber auch das Gesamtbild der Band.
Leider war ich da für eine genaue Betrachtung etwas weit von der Bühne entfernt, mochte mich aber ob der schieren Anzahl Besucher nicht durch diese nach vorne kämpfen. Was ich aber von meiner Warte aus gesehen und gehört habe, hat mich absolut überzeugt und ich hoffe sehr, dass ich IAMX irgendwann wieder, ohne Konkurrenz einer Band wie Emmon zum selben Zeitpunkt, erleben darf. Die Band steht auf jeden Fall weiterhin ganz oben auf meiner Liste von Bands, die ich sehen muss.  

Lone Assembly

Hier bin ich nun etwas verwirrt, nicht ab der Band, sondern ab dem Umstand, dass ich diese Band so etwas von verpasst habe, keine Ahnung, irgendwie hatte ich diese nicht mehr auf der Rechnung und wohl zuvor schon so viel Tolles gesehen, dass ich da mit keinem Gedanken, diese Band noch zu erleben, unterwegs war. 
Da aber auch schon etwas fortgeschritternere Stunde, war bei mir auch eine gewisse Müdigkeit spürbar, insbesondere da die Tage zuvor doch sehr anstrengend und arbeitsintensiv gewesen waren, und so entschied ich mich dann kurzerhand, dem Abend ein Ende zu bereiten, und mich auf den Heimweg zu machen, mit sehr vielen wunderbarsten Eindrücken gesegnet. 
Nun hoffe ich, dass ich irgendwann einmal in den Genuss komme, das Verpasste nachzuholen, wobei da die Chancen nicht allzu schlecht stehen, da dies wohl nicht das letzte Konzert in ihrem Heimatland war. Ihrer Musik jedenfalls bin ich nicht völlig abgeneigt, wenn auch manchmal ab Konserve etwas zu geglättet, Chris von Rohr würde dazu sagen: «zu wenig Dreck» und ich würde ihn sowas von verstehen. Aber wer weiß, vielleicht wären Sie live für eine absolute Überraschung gut, zumal mich der Sound teilweise an Editors erinnert …

Wie erwähnt, machte ich mich in den frühen Morgenstunden mit wunderbaren Erlebnissen, gut ausgetanzt und ganz doll müde, auf den Heimweg. Es war ein weiteres Mal ein mehr als gelungener Schwarzer Ball, welcher mich mit allen Komponenten, die ich mir jeweils erhoffe oder teilweise auch erwarte, mehr als nur gerecht wurde, wunderbarste Begegnungen und Gespräche mit Freunden, alten und neuen Bekannten, supertollen Konzerte mit wunderbaren Eindrücken, schweißtreibendem Tanz, sowohl während der Konzerte, aber auch von den diversen DJs initiiert, eindrückliche Lichtshows, wunderbar passender Dekorationen, absolut stimmig abgemischtem Sound und dies, beinahe egal, wo man sich im Raum aufhält. Ich finde das immer toll, mit welcher Mühe und Herzblut dieser Ball jeweils vorbereitet wird und da ist auf jeden Fall ein riesiges Dankeschön an alle, die dazu beitragen, mehr als nur angebracht, TOLL! Und ich hoffe, dass noch viele dieser Veranstaltungen folgen werden, wenn auch die Tage des X-TRA als Partystätte wohl gezählt sind (schade!).

Ebenfalls Euch ein Dankeschön, dass Ihr bis hierhin mit Lesen durchgehalten habt und hoffentlich bis in Bälde wieder, Euer Schwarzspektrum.

 

Über Schwarzspektrum

Bild: Schwarzspektrum

Schwarzspektrum ist Musikliebhaber, seit Mite der 80er Jahre mit grossem Unterbruch als DJ unterwegs (die CD-Ära als für sich unpassend ablehnend) – seit jeher mehr oder weniger mit der Gothic Szene verbunden. 

Mehr von ihm lest ihr hier

Geschrieben von: the.goth.teacher

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