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KONZERT REVIEWS

Wave-Gotik-Treffen 2024 – Vom Leben zwischen Euphonie und Kakophonie

today27. Mai 2024 111 1 5

Hintergrund
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Das Wave-Gotik-Treffen 2024 war auch in diesem Jahr wieder ein schillerndes Highlight für all die schönen, schwarzen Seelen aus aller Welt und somit natürlich auch für einige Mitglieder des RSW Teams, die sich beschwingt unter die 18.000 Festival-Besucher mischten. Insbesondere freute sich das Triumvirat des Senders, bestehend aus dem Herrn Intendaten, der Sendeleitung und der Redaktionsleitung (zufällig auch Autorin des Berichts) auf die gemeinsame Zeit, die wir mit unserer wundervollen „WGT-Familie“ auf dem Zeltplatz an der Agra genießen sollten. Klingt nach Privatvergnügen? Ja. Absolut. Die „Arbeit“ findet hier gerade im Nachgang statt. Ganz freiwillig übrigens…

DONNERSTAG

Die Anreise am Donnerstagmorgen verlief unkompliziert. Flott waren die Zelte und Pavillons aufgebaut und damit schätzungsweise 150 qm der saftig grünen Wiese besiedelt. Zeit für die erste Wohlstandsbrause, bei der es natürlich nicht bleiben sollte, konnte und durfte, denn schließlich musste das 31. Wave-Gotik-Treffen gebührend eröffnet werden. Die Stimmung war ausgelassen, es wurde viel gequatscht, gelacht und zusätzlich wurden unfassbar viele Pläne geschmiedet, keinerlei Pläne zu schmieden… Wie schön es sich doch anfühlte, endlich wieder unter „normalen“ Menschen zu sein.

Mit viel Mut zur Lücke verzichtete ich auf die angebotenen Partys des Abends (Felsenkeller, Agra 4.2, Agra Café, Darkflower, Katz Club, Moritzbastei) und fiel stattdessen platt und glücklich in meine wohlig warme Koje.

FREITAG

Kaffee, Zähne putzen, rein in die Klamotten. Zeit für den Auftakt des täglichen „Dekadenz-Rituals“: Dosenbier…

Das diente natürlich nur zur Wegzehrung, denn nun ging es mit der Straßenbahn in die Innenstadt Leipzigs, wo wir schon in unserer Stamm-Bäckerei erwartet wurden. Und ganz ehrlich – Das Frühstück dort ist phantastisch und bietet jedem WGTarier (m/w/d), was das Herz begehrt.

Jetzt wollt ihr sicher wissen, von welchem Leipziger Familienunternehmen hier die Rede ist? Sorry für’s Triggern, Ihr Lieben, aber an dieser Stelle bewahre ich doch gerne die „Privatsphäre“ der 12-köpfigen Truppe und hoffe auf euer Verständnis.

Shopping…

Wohlgenährt flanierten wir bei strahlendem Sonnenschein durch die geschwärzten Straßen Sachsens, vorbei an den wundervollen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, wie dem Alten Rathaus oder der Thomaskirche, bevor es zurück zur Base und anschließend zum Shopping in die Agra ging, die neben den knapp 40 Veranstaltungsorten eine magische Anziehungskraft ausübte. Wer hier nichts an Klamotten, Accessoires, Schmuck, Schuhen oder Kinkerlitzchen finden konnte, musste nicht verzweifeln, denn es gab neben dem Dark Affair Zelt auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz noch eine weitere Chance:

Auf, ins Heidnische Dorf!

Festes Schuhwerk, Dosenbier für den Weg und ab dafür. Der Weg dorthin führte uns drei Mädels über den Zeltplatz und kurz durchs Grüne am Schlosspark (oder Parkschloß? Oder nix davon?), bevor die Brücke zum Wikingerlager überquert und nach einer kurzen Taschenkontrolle das Eingangstor passiert wurde. Und zack, nun war es soweit. Von der Atmosphäre im Heidnischen Dorf und dem mittelalterlichen Treiben zutiefst ergriffen, war der Alltag nun vollends vergessen und das Gefühl „Angekommen zu sein“ so wahnsinnig präsent.

Es gab so viel zu sehen, zu riechen und natürlich auch zu hören. Auf der Bühne spielte das Schweizer SAINT CITY ORCHESTRA und sorgte mit seinem Folk-Punk ordentlich für Stimmung und positive Emotionen. Das erworbene Kirschbier tat sein Bestes dazu und das spontane Selfie konnte unsere Glückseligkeit kaum besser ausdrücken. Für heute hatten wir allerdings genug gesehen. Zurück zur Base, auf der Promenade noch etwas zu essen besorgen und rasch umziehen. Doch natürlich sollte das „HeiDo“ an jedem weiteren Tag fester Bestandteil unseres Aufenthalts werden. Später also mehr dazu.

Nun aber hinein in die Agra! Nein, nicht wieder Shoppen. Diesmal in die andere Richtung, ein Konzert stand an.

PETER HEPPNER und Band

Musiker, Songwriter und Musikproduzent PETER HEPPNER stand pünktlich um 21 Uhr auf der Bühne – und wir natürlich davor. Zuerst. Lange hielten wir es jedoch auf unserem Platz nicht aus, denn eine kaputte Box machte das Lauschen der an sich so wunderbaren Musik leider zur Qual. So probierten wir also mehrere Plätze in der Halle aus und fanden unsere Position dann letztendlich am Cocktailstand. Hier konnten wir den Hamburger Künstler zwar nicht mehr sehen, doch der Sound war gut erträglich und die Lightshow sehr angenehm, sodass wir fröhlich, mit einem Longdrink in der Hand, all die unvergessenen Tracks genießen und mitträllern konnten.

Meine Welt…

Gerade der WOLFSHEIM Klassiker „The Sparrows and the Nightingales“ oder „Meine Welt“, von Heppners zweiten Soloalbum ‚My Heart Of Stone‘, boten sich hierzu förmlich an. Möglich, dass dem einen oder anderen in der Zuschauermenge diverse Remixe unglücklich gewählt vorkamen, doch uns störte diese Tatsache genauso wenig, wie der stellenweise fehlende Atem oder die weggelassenen Worte der gesundheitlich angeschlagenen, doch nach wie vor charismatischen, Synth-Pop-Legende.

Abgesehen von den angepriesenen und inhalierten Longdrinks, entpuppte sich unser abseitige Standort auch auf anderem Gebiet als Glücksfall. So konnten wir doch einige Kinder beobachten, die gemeinsam mit ihren Eltern tanzten und sangen. Es gibt also noch Nachwuchs in unserer Szene- wie schön!

Die Flut“ hob sich HEPPNER bis zum Schluss auf und mit der Zugabe „Kein Zurück“ war meine persönliche emotionale Höchstgrenze jetzt auch mehr als erreicht.

In der 4.2 und im Agra Café war noch nicht so viel los, auch die Musik konnte uns nicht wirklich abholen. Zurück zur Base, in gemütliche Klamotten schlüpfen, Dosenbier und Instantnudeln „genießen“, Labern, Pipi machen, ab ins Bett.

SAMSTAG

Die Nacht war entspannt und schön, wie übrigens alle Nächte an diesem verlängerten Pfingstwochenende, und nach dem ersten Kaffee und einer ausgiebigen Dusche wurde natürlich wieder unser Ritual vollzogen. Doch, Momentchen noch… Erst mussten wir noch etwas erledigen. Nachdem wir also die Toiletten-Bingo-Truppe, die einmal mehr neben uns lagerte, mit einer wirklich fröhlich fiesen Aktion ordentlich geprankt hatten, starteten wir wieder los.

Ein kleiner Spaziergang führte nach dem Frühstück zu einer Verabredung im Bayrischen Bahnhof. Eine sehr schöne Location, die jedoch hauptsächlich auf Essen ausgelegt ist. Da von uns Vieren jedoch niemand essen wollte, mussten wir auf unsere Getränke recht lange warten und wurden eher etwas stiefmütterlich behandelt. Die Toiletten waren dafür ganz edel aufgemacht und scheinen sogar fotografiert zu werden… Nun gut. Bei uns wurden andere Dinge fotografiert, denn wir haben verdammt kreative Dudes am Start. Darf ich vorstellen? Weder Noch.

Von Euphonie und Kakophonie

Wieder zurück in unserer kleinen Zeltstadt ging es weiterhin munter und redselig zu. Dosenbier und redselig? Nicht wirklich überraschend, oder? So schön, dass unsere vorherrschende Nicht-Eloquenz direkt zu einem „Bildungsauftrag“ führte. So lernte die Gruppe in ganz entspannten Rahmen mehr über die Begriffe Euphonie, Kakophonie und Logorrhoe. Herrlich- wir hatten all das drauf, ohne es zu wissen…

Kurzerhand ging es noch einmal flott in die Agra zum Shoppen. Das erste Geburtstagskind der Gruppe sollte von den Mädels eine tolle Erinnerung vom 31. Wave-Gotik-Treffen mit nach Hause nehmen. Und ja, es ist so. Man soll verschenken, was man am liebsten behalten möchte. An dieser Stelle: Liebe Grüße an den Drachen ‚Weder Noch II‘!

Jetzt hieß es, etwas zu essen zu jagen und das Zeug mit Dosenbier herunterzuspülen, bevor es ans Umziehen und Richtung Party ging. Im Café und in der 4.2 tanzten und feierten wir also in den Geburtstag hinein. Und alles, was auf dem Geburtstag passierte, bleibt auf dem Geburtstag. Nur noch eine kleine Anmerkung: Die Böden in den Party-Locations machen einfach keinen Spaß…

SONNTAG

Ihr wisst sicher schon, wie der Tag begann? Richtig. Das Ritual.

Anschließend wandelten wir noch kurz über den kleinen Markt an der Moritzbastei. Hier landeten direkt mal ein paar dezente Glöckchen an den Schuhen. Ansonsten waren eher wenige Highlights zu benennen.

Aufgrund einer Warnung vor einer unklaren Wetterlage beobachten wir am Mittag aufmerksam den Himmel und freuten uns sehr darüber, das Gewitter an unserem Camp vorbei zog, wir es uns einmal mehr im „HeiDo“ gemütlich machen konnten und nach einem kurzen Regenschauer wieder ein wenig Sonnenschein genießen durften.

Am Abend stand dann für einen Teil der „Kakophonisten“ die Euphonie in der Agra an.

PRAYERS

PRAYERS? Cholo-Goth? Noch nie davon gehört. Zumindest bis zum Nachmittag. Natürlich hatte dieser Geheimtipp direkt meinen Recherche-Sinn getriggert und die Neugier erweckt. Informationen über diese Subkultur mussten her und YouTube Videos wurden angesehen. Letztere hätte ich mir jedoch fast sparen können, denn live gab die 2013 gegründete US-Formation ein sehr viel spannenderes und klangstärkeres Bild ab. Gut, dass der knackende und knirschende Lautsprecher gefixt, ausgetauscht oder abgeschaltet war. Was davon nun zutrifft, müsst ihr bitte anderweitig erfragen.

Rein optisch betrachtet, boten der mehrfach vorbestrafte Sänger Leafar Seyer (Rafael Reyes) und seine beiden Wingmen schon mal eine gute Show. Auch musikalisch war der Act sehr interessant und machte Spaß. Ebenfalls schien dies für den eingereisten Act auf seiner Europapremiere, insbesondere hier auf dem 31. Wave-Gotik-Treffen, zu gelten. Zumindest bedankte sich der Frontmann mehrfach durch eher knapp gehaltene Sätze, wie

I‘m happy, to be here

oder

I Love you, Thank you

Von der Interaktion mit dem Publikum schien der Künstler nicht so viel zu halten… Auch gut. Ca. 90 Minuten lang gab es feinen Sound auf die Ohren und die Füße bewegten sich direkt und unaufgefordert mit im Wave-Rap-Takt.

Aber gehört das Hybrid-Ding (Man nehme DEPECHE MODE, gebe eine gute Portion des frühen Snoop Doggy Dogg hinzu und schüttle wild…) mit ihrem Cholo-Gangster-Style auf ein Wave-Gotik-Treffen? Sollte sich dieser Trend wirklich durchsetzen? Das dürft ihr gerne kontrovers diskutieren, wenn ihr mögt. Die Reise ging jedenfalls quer durch die bisherigen Alben des Musikprojekts und natürlich durfte dabei auch der 2014er EP-Titeltrack „Gothic Summer“ nicht fehlen.

Zugabe…

Als Zugabe kramte Seyer noch einen Song hervor, den er selbst als

Very old first and primitive

beschrieb. Titel? Ich weiß es nicht. Aber tanzbar war das Ding. Und das allein zählte an diesem Abend.

Jetzt blieb noch eine halbe Stunde Zeit, um unser zweites Geburtstagskind zu finden. Die Suche lief mehr als chaotisch (mit dem Pläne machen hatten wir es ja alle nicht so), wurde aber letztendlich von Erfolg gekrönt, bevor es dann zum Mitternachtsspezial ging.

EDITORS

Wer mag, darf jetzt noch weiterhin diskutieren, denn auch bei dieser Formation, die sich bereits im Jahr 2003 gründete, ist die Kategorie „Goth“ vielleicht auch nicht ganz zutreffend, obwohl sie ebenfalls in die Schubladen New Wave und Post-Punk gesteckt wird. Im Vorfeld konnte man jedoch lesen, dass die Indie-Rock-Band auf das Wave-Gotik-Treffen eingeladen wurde, um das Publikum zu verjüngen. Weird und für mich nicht ganz nachvollziehbar. Also, das mit der Verjüngung. Die Schubladen sind ja nicht so wichtig, wenn die Musik das schwarze Herz anspricht.

Ehrliche Töne…

Die Halle füllte sich zusehends, doch war die Situation noch sehr entspannt und weit von einem Einlass-Stopp entfernt, wie es manch panisch vorfreudige Anhänger der EDITORS befürchtete oder gar prophezeite.

So war es halt einfach doppelt so voll, als beim Act zuvor aber keineswegs überfüllt. Die britische Kombo um Sänger und Gitarrist Tom Smith begann pünktlich um 00.30 Uhr mit ihrer Performance, konnte bei mir lediglich ein leichtes Schunkeln hervorrufen. Es hat mich einfach nicht gepackt. Irgendwie klang in meinen Ohren alles gleich. Sehr erfreulich war jedoch der Anblick des Quintetts. Hier hatte noch jeder ein Instrument in der Hand, mit dem er „ehrliche“ Töne erzeugte.

 

Nun, so richtig hat die Performance einige von uns nicht ergriffen und wir verzichteten daher auf die letzten 45 Minuten, sprich auf die Hälfte des Konzerts und damit auch auf den legendären „Papillon“, den es als aller letzten Track mit auf den Flug in die Nacht gab. Für uns gab noch einen kurzen, jedoch sehr tanzintensiven Abstecher ins Café, bevor die Instantnudeln erneut ihren Reiz ausübten.

MONTAG

Duschen. Ritual (In erweiterter Form, denn beim Bäcker gab es noch einen super leckeren Kuchen von unseren beiden Geburtstagskindern). Chillen. Cocktail mit den Mädels. Heidnisches Dorf. Perfekt.

Ihr fragt euch, warum es uns immer wieder in das Wikingerlager zog, obwohl es ja rein offiziell nicht einmal so richtig zum Wave-Gotik-Treffen gehört? Ihr Lieben, es ist diese einzigartige, entspannte Atmosphäre, bei allem Gewusel dort.

Hier werden Kleidung, Schmuck, Waffen und Räucherwerke feilgeboten und all dies ist größtenteils handgefertigt. Dazwischen die Stände mit Honigwein und vielen anderen leckeren Tropfen, die man auf den Wiesen und Bänken konsumieren kann. Es ist einfach ein Ort, an denen sich die Hedonisten der großen Party treffen, um sich gemeinsam in einem wohligen Gefühl zu sonnen, sich miteinander unterhalten und der Live-Musik zu lauschen.

Apropos Musik. Ein letztes Konzert hätte ich da noch.

TANZWUT

Ein perfekter Rahmen, sowohl für die Berliner Mittelalter-Rock-Band, die bereits seit 1997 erfolgreich ihre Tanzpest verbreitet, als auch für ihre Anhängerschaft, die allerdings vor der überaus gut besuchten Bühne zum Tanze nicht ganz so viel Platz fand. Aber was soll´s. Dann wurde halt auch noch der letzte aufrecht stehende Grashalm auf der Stelle niedergestampft und dabei verdammt viel Staub geschluckt.

Pollenalarm für Fortgeschrittene…

Ach ja. Pollen wurden ebenfalls reichlich inhaliert. Für die Allergiker war die Nummer sicherlich kein Vergnügen. Und was da später alles aus der Nase kam…. Puh. Wahres Teufelswerk und ein weniger schmackhaftes Souvenir vom Wave-Gotik-Treffen. Aber nun zur Performance von TANZWUT, zu der uns der Teufel persönlich begrüßte und uns auch gleich das aktuelle Video zur Single „Noch eine Flasche Wein“ vom kommenden Album ‚Achtung Mensch!‘, das am 09. August 2024 erscheinen wird, ans Herz legte.

Trinkt auf die Liebe, das Leben und schaut hier auch gern das Video dazu.

 

Jedes Lied kündigte der Teufel mit einer kleinen Geschichte an und spielte dabei liebevoll mit dem Publikum, das ab der ersten Sekunde in geneigter Stimmung war, hier den letzten Gig im Heidnischen Dorf gemeinsam zu zelebrieren.

Wir haben ja noch den ganzen wundervollen Sommer vor uns

versprach der Teufel, bevor sich alle sieben Schergen auf der Bühne unter rhythmischem Hand Geklapper auf ihren Weg „Bis zum Meer“ machten. Das Publikum feierte, der Teufel kämpfte mit seinem Ständer, dem Mikroständer natürlich, und die Dudelsackparty kam langsam so richtig in Fahrt. Insgesamt war die Darbietung eine echte Augenweide.

Darf ich kurz mal jammern?

Wisst ihr eigentlich, wie schwierig es ist, sich Notizen zu machen, während man schief singend, klatschend und im Staub stapfend von einer ausgelassenen Stimmung übermannt wird? Nein? Wir geben euch gerne die Gelegenheit. Lest dazu den Bericht bis zum Ende.

Aber erst mal noch hier weiter. Auf Augen und Ohren prallte der „Narziss“ und es gab noch einen geisterhaften Tango, bevor die Puppenspieler auf den Brettern an den Fäden zogen und sich so manch einer im Kreise drehte. Die vertonte Gruselgeschichte vom Großvater „Reiter ohne Kopf“ verdeutlichte, dass diese Veranstaltung im Dunkeln noch genialer hätte sein können. Naja. Das ist Jammern auf hohem Niveau, lasst uns einfach dankbar für das gemeinsame Miteinander sein und uns Dinge vergessen, die wir niemals sehen wollten. Was wir jedoch sehen und hören wollten, war Alexius an den Tasten.

Finale

Während sich die anderen ein wenig frisch machten und von der Bühne verschwanden, gab der Keyboarder einfach mal Schub mit dem „Intro & Toccata“ vom 2006er Album ‚Schattenreiter‘. Das war schon cool… Hier stiegen die Jungs, die der Reihe nach von ihrer „Schluckpause“ zurück kamen, nun mit ein und heizten den klatschfreudigen Zuschauern nochmal ordentlich ein, bevor es zur letzten Nummer diese abends kam. „Brüder im Geiste“ rundete das mittelalterliche Geschehen feinst ab.

Als Zugabe gab es kein weiteres Liedchen mehr, jedoch ein gemeinsames Abschlussfoto von Band und allen Tanzwütigen vor Ort mit erhobenen Händen auf dem Wave-Gotik-Treffen 2024. 

DIENSTAG

Kein Ritual.

Kaffee, Kram zusammenpacken und zu den Autos bringen. Verabschiedungen. Abfahrt. Burgerpause. Nach fünf Stunden Fahrt zuhause ankommen und den Reißverschluss an der Tür suchen…

FAZIT

Das 31. Wave-Gotik-Treffen ist zu Ende und viele von uns tanzen nun den Festival-Blues. Tatsächlich tanze ich dieses Jahr zu ersten Mal mit- bisher blieb ich von diesem Gefühl verschont. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur furchtbar müde…

Insgesamt war es eine wundervolle Zeit. Ihr habt gelesen, dass wir kaum etwas von dem wahnsinnig vielfältigen Angebot in Anspruch genommen haben (wobei ich hier auch einfach nicht alles erwähnen konnte) und dennoch rundum glücklich und zufrieden sind. Das macht halt die Familie. Ich bin dankbar für all die tollen Leute, die ich begrüßen, neu kennenlernen oder einfach nur anschauen durfte. So viele schöne schwarze Seelen…

Ich freue mich schon auf die 32. Und auch für nächstes Jahr schmiede ich mal wieder den Plan, keine Pläne zu schmieden- vielleicht lande ich ja ganz zufällig mal im Felsenkeller, dem Krystallpalast oder in der Moritzbastei…

Ach ja, falls es noch interessiert:

Die Dixis wurden 2x täglich gesäubert und es waren genug davon vorhanden. Das hat man schon viel schlimmer erlebt. Auch die kostenpflichtige Keramikabteilung, Duschen usw. waren top. Immer sauber und immer ein Plätzchen frei. Essen und Trinken gab es für alle Fraktionen genug. Besonders lecker war die vegane Vagabundenbox und der Pulled Beef Burger. Gegensätze ziehen sich an. Die Cocktails waren auch verdammt gut. Ich empfehle wärmstens den Long Island Ice Tea.

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Geschrieben von: Prinzessin Prisma

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