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CD REVIEWS

NEON FIELDS – Ein helles Licht in dunklen Tagen

today4. Januar 2024 73 1

Hintergrund
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Es ist an der Zeit, uns gemütlich zurückzulehnen und zu genießen. Das neue Album von NEON FIELDS bietet sich hierzu quasi mehr als an. Neu? Naja, nicht ganz. Und ja, es stimmt, es ist nicht einmal fast neu, denn der gleichnamige Langspieler des englischen Trios erschien schließlich schon im August 2022. 

Doch entfaltet das atmosphärische Glanzstück seine Strahlkraft nun vollends in den dunklen Tagen, die uns derzeit umhüllen. Klar, dass das digitale Release von ‘Neon Fields’ im Dezember 2023 (via EPICTRONIC) nicht ganz unbeteiligt daran ist und somit natürlich unsere – und nun auch eure – ungeteilte Aufmerksamkeit verdient. Denn, wenn wir mal ehrlich sind und ein wenig zurückdenken – lag unser aller Fokus im Sommer vorletzten Jahres vielleicht nicht unbedingt auf den Debütalben noch recht junger Formationen, die sich 2020 zusammenfanden, oder? 

Also ein Grund mehr, uns mit Sänger Edward Barrett, Schlagzeuger Luke Russe und Piers Ward an den Keys und der Gitarre, auf eine wundervolle Reise durch die Neonfelder zu begeben.  

 

Neon Fields – Das Album 

 

 

Auf rein instrumentaler Ebene öffnet sich mit „Paths“ das Tor zu einer anderen Dimension und offenbart uns den Weg in Richtung 12 weiterer Klanglandschaften, die es zu entdecken gilt. “Rituals” umhüllt uns direkt mit einer gefühligen, elektrisierenden Aura. Ein wohliger Empfang, den NEON FIELDS uns da bereiten. Und wie es sich gehört, stellen sich die Gastgeber auch ganz kurz vor. Ihr müsst nur genau hinhören. 

Keinesfalls trostlos geht es mit “Bleak” weiter. Auch, wenn es gerade scheinbar nur ein schwacher Lichtschimmer unsere Seelen durchdringt- es gibt ihn. Der Track überzeugt mit einem wundervoll inszenierten Spannungsbogen, hervorgerufen durch weiche Synth-Klänge, die mit düsteren, rockigen Klängen abgerundet werden. 

“Meant To Be” erzählt uns von Besessenheit und unerwiderter Liebe. Atmosphäre pur, die sich hier breit macht und dynamisch bis zum Finale vordringt. Der Track beruhigt und wühlt gleichermaßen auf- Willkommen im Chaos der Gefühle. Wer jetzt auf die Idee kommt, aus der Gefühlswelt ausbrechen zu wollen, muss sich noch ein wenig gedulden, denn in “Cage of Lions” sitzen wir noch ein wenig fest. Wie ein leises Flüstern manifestiert sich die tickende Indie-Rock-Zeitbombe in unseren Köpfen, während wir die Gitter auf und ab schreiten. 

Orientalisch beginnt nun “Light Them Up”. Und weil es so schön ist, habt ihr nun die Gelegenheit, euch das Musikvideo zum Track anzuschauen.

In “Burial” verwandeln sich die orientalischen Schwingungen nahezu in eine schamanische Zeremonie. Das rhythmische Trommeln wirkt physisch, emotional, spirituell und steht in harmonischer Wechselwirkung der Gitarrensounds. So bedrückend eine Beerdigung auch sein mag, sie kann ebenso eine Möglichkeit darstellen, den eigenen Geist zu befreien. Mit der bezaubernden und gleichermaßen spannungsvollen Ballade “Time To Leave” helfen NEON FIELDS hier noch ein wenig nach.  

Wie man es von guten Dramen, oder in diesem Fall von einem überaus filmischen Musikwerk, gewohnt ist, braucht es auch ein Intermezzo. Dieses liefern die überaus kreativen Briten uns mit dem kurzen, instrumentalen “Interlude”, bevor es mit “Shelter” weitergeht.  Ein Stück, das uns einen Ort der Zuflucht, und vielleicht die Rettung in letzter Not, bietet. Alles hier wirkt minimalistisch und rein, wie der Klargesang von Frontmann Barrett, dessen Stimmfarbe durch Mark und Bein geht. 

Das Finale

Ambientvoll neigt sich ‘Neon Fields” nun bereits dem Ende entgegen, wie der letzte Sonnenstrahl des Tages.  

Last Light” und “Dystopia” bergen keine besonderen Überraschungsmomente mehr, was jedoch in diesem Falle nicht bedeutet, dass die Lieder nur einfach dahinplätschern. Der zarte elektronische Hauch lauert unterschwellig im Hintergrund, und so richtig rockig wird es nun auch nicht mehr. Vordergründig setzt die Band auf Stimme und Lyrik. Man möchte einfach nur noch lauschen.  

Die finalen “Collisions” reihen sich perfekt ein. Um euch einen visuellen Reiz zu bieten und gebührend das Ende des Albums und dieser Rezension zu feiern, findet ihr eine Live-Version des Tracks direkt hier. Wer mag, darf gern dahinschmelzen.

 

Fazit 

NEON FIELDS lassen die Zeit mit ihrem gleichnamigen Debüt in mysteriöser Dynamik einfach stillstehen. Es gibt hier überall etwas Zauberhaftes zu entdecken. Auch, wenn das Gesamtkonzept des Albums völlig stimmig ist, wünschte man sich doch hier und da einen gewissen Punch, der einen vielleicht kurz einmal vom Sofa fegt. Doch das vorhandene Potenzial der drei Klangkünstler lässt darauf schließen, dass dies keine Wunschvorstellung bleiben muss. Womöglich zieht der ein oder andere Track vom nächsten Album uns kräftig an den Haaren- direkt auf die Tanzflächen der Szene-Clubs.  Für die Chillout-Area halten wir mit ‘Neon Fields’ nun schon ein ganz wunderbares Werk in den Händen. Ihr nicht? Das ist fahrlässig.  

>>HIER<< könnt ihr die CD (inkl. Case und Booklet) und/ oder das digitale Album erwerben. 

 

 

Tracklist 

  1. Paths
  2. Rituals
  3. Bleak
  4. Meant To Be
  5. Cage Of Lions
  6. Light Them Up
  7. Burial
  8. Time To Leave
  9. Interlude
  10. Shelter
  11. Last Light
  12. Dystopia
  13. Collisions

 

 

Websites 

neon-fields.co.uk/ 

 

 

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Geschrieben von: Prinzessin Prisma

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