{"id":12675,"date":"2026-04-15T11:00:53","date_gmt":"2026-04-15T09:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/schwarze-welle.com\/?p=12675"},"modified":"2026-04-14T23:01:49","modified_gmt":"2026-04-14T21:01:49","slug":"der-schwarze-ball-am-karfreitag-3-april-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schwarze-welle.com\/?p=12675","title":{"rendered":"Der Schwarze Ball am Karfreitag, 3. April 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"keditable mce-content-body aos-init aos-animate\" data-aos=\"fade-left\">\n<h2><em><span style=\"font-size: 16px;\">Ein Gastbeitrag von <a href=\"https:\/\/nerospectrale.com\">Schwarzspektrum<\/a><\/span><\/em><\/h2>\n<h2><span style=\"font-size: 16px;\">Wie alle Jahre luden auch an diesem Karfreitag <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/XTRA.MTM\/\">More Than Mode<\/a> und <a href=\"https:\/\/swissdarkscene.ch\">SWISS DARK SCENE<\/a> zum legend\u00e4ren Schwarzen Ball im <a href=\"https:\/\/www.x-tra.ch\/de\/\">X-TRA<\/a>, wobei auch diesmal das Lineup wieder sehr vielversprechend f\u00fcr eine rauschende Partynacht war.<\/span><\/h2>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/traitrs.bandcamp.com\/music\">Traitrs<\/a>, <a href=\"https:\/\/shepastaway.org\">She Past Away<\/a>, <a href=\"https:\/\/forcedtomode.de\">Forced to Mode<\/a>, <a href=\"https:\/\/iamxmusic.com\/?srsltid=AfmBOorO4FBNF83Nx6yUkAmlkV0ozbXdGJ1EYCmugHtgGm6as3X6njcP\">IAMX<\/a>, <a href=\"https:\/\/auxanimaux.bandcamp.com\">Aux Animaux<\/a>, <a href=\"https:\/\/emmon.bandcamp.com\">Emmon<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.loneassembly.com\">Lone Assembly<\/a> machen doch ziemlich was her f\u00fcr einen Schwarzen Ball. Auch wenn man gro\u00dfe Namen am Schwarzen Ball gewohnt ist, sind IAMX, doch schon mal eine Nummer, wo ich im Vorfeld eigentlich schon sicher war, dass da wohl ein ziemlicher Volksauflauf zu erwarten ist, zumal auch Forced to Mode eine grosse Anh\u00e4ngerschaft hat, insbesondere auch an Leuten, die wohl ansonsten nicht am Schwarzen Ball anzutreffen sind, und man gut daran tut, sich im Vorfeld schon mal ein Ticket im Vorverkauf zu sichern, da ein ausverkauftes Haus durchaus im Bereich des M\u00f6glichen liegt.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich waren an diesem Abend insbesondere Emmon und IAMX auf der Must See-Liste ganz oben, allerdings machte mir da der Veranstalter mit der Timeline doch einen ziemlichen Strich durch die Rechnung, indem er die beiden Bands nur eine Viertelstunde verz\u00f6gert auftreten lie\u00df. Erst Emmon auf der Luna Stage und eben eine Viertelstunde sp\u00e4ter IAMX auf der Main Stage. Beide K\u00fcnstler habe ich zuvor noch nie gesehen und so war f\u00fcr mich doch etwas schwierig, f\u00fcr was ich mich da entscheide. Da eben Emmon fr\u00fcher am Start, war dann meine Strategie entsprechend, dass ich erst bei der Luna Stage vorbeischaue und je nach Gefallen, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zur Main Stage wechsle, aber dazu sp\u00e4ter mehr, denn vorab waren ja noch einige andere K\u00fcnstler angesagt, welche durchaus auch sehens- und h\u00f6renswert.<\/p>\n<h3><strong>Traitrs<\/strong><\/h3>\n<p>Als erster Act um 19:00 waren Traitrs an der Reihe. Das kanadische Post Punk Duo, bestehend aus den beiden langj\u00e4hrigen Freunden Sean-Patrick Nolan und Shawn Tucker, habe ich bisher schon zweimal live miterlebt, einmal auch am Schwarzen Ball und das andere Mal in der <a href=\"https:\/\/musigburg.ch\">Musigburg<\/a>, wobei beide Konzerte schon einige Zeit zur\u00fcck liegen und so war ich doch auf ihren Auftritt gespannt, wobei ich da anmerken muss, dass ich jahrgangsbedingt eine gewisse Modern Talking-Sch\u00e4digung aufweise und mit m\u00e4nnlichen Gesangsstimmen, welche die von Thomas Anders h\u00f6henm\u00e4\u00dfig \u00fcbertreffen, diplomatisch ausgedr\u00fcckt, doch so meine liebe M\u00fche habe. Ja, und da ist Shwans Stimme halt schon eine Kandidatin, in dieses Raster zu fallen. Ich will aber mal nicht so sein, zumal mir der Sound von Traitrs durchaus gef\u00e4llig ist und es doch einige Songs von ihnen in meine Lieblingssongs-Playlist geschafft haben.&nbsp;<br \/>\nKurz nach sieben startete dann auch ihr Konzert, wobei die beiden auf der B\u00fchne einen sehr soliden und erfahrenen Eindruck hinterlie\u00dfen, die B\u00fchnenpr\u00e4senz war jederzeit hoch und insbesondere Shawn vermochte den zu dieser fr\u00fchen Zeit schon au\u00dfergew\u00f6hnlich gut besuchten Zuschauerraum, mit seinen Aufforderungen und zuweilen wilden Tanzeinlagen, zum ausgeschweiften Mitmachen und Mittanzen bewegen. Den beiden Jungs war durchaus zu g\u00f6nnen, dass sie schon zu so fr\u00fcher Abendstunde mit einem derma\u00dfen gut gelaunten Publikum gesegnet waren, zumal die Show alles andere als langweilig war. Betreffend der gespielten Songs war ich aber doch recht schnell mal anderer Meinung, da die Lieder doch alle eher \u00e4hnlich klingen und auch vom Arrangement her nicht allzu gro\u00dfe Unterscheidungen auszumachen sind, was doch bei mir innert K\u00fcrze zu einer gewissen Langeweile f\u00fchrt und so zog ich es nach ungef\u00e4hr der H\u00e4lfte des Konzerts vor, mich auf Entdeckungstour nach bekannten Gesichtern in der Zuschauerschaft zu machen, zumal die Bekanntschaften am Schwarzen Ball f\u00fcr mich im mindesten so wichtig sind, wie die Konzerte.<\/p>\n<h3><strong>She Past Away<\/strong><\/h3>\n<p>Um Viertel nach Acht war dann She Past Away auf der Main Stage angesagt und obschon ich die Band bisher schon gef\u00fchlt unendliche Male gesehen habe, wollte ich mir auch diesmal ihre Show nicht entgehen lassen, denn das t\u00fcrkische Duo, bestehend aus Volkan Caner (Gesang, Gitarre und Songwriting) und Doruk Ozturkcan (Schlagzeug, Synthesizer und Produktion) haben es mir seit jeher sehr angetan, insbesondere da sie sich sprachlich von fast allen Bands in diesem Genre abheben und selbst wenn ich da kein Wort direkt verstehe, bin ich doch absolut fasziniert davon.<br \/>\nWie gewohnt, legten die beiden von Beginn weg los und vermochten mit ihrem wunderbaren Sound das Publikum im vollen Saal innert K\u00fcrze in ihren Bann zu ziehen. Bei fr\u00fcheren Konzerten der K\u00fcnstler fiel mir oft auf, dass zwischen den Songs jeweils eine ziemlich lange Kunstpause, wohl zum Einstellen der Parameter f\u00fcr den n\u00e4chsten Song, lag. Dies sorgte daf\u00fcr, dass die ausgelassene Stimmung in dieser Zeit doch etwas abklingen mochte und jeweils beim n\u00e4chsten Song wieder aufgebaut werden musste. Diesmal war alles anders, die Songs kamen in wunderbaren Abst\u00e4nden, so dass am Songende ein ausgelassener Applaus Platz fand, die Pausen allerdings eben nur so lange dauerten, bis dieser langsam abklang und schon war wieder ein Feger am Fliegen. Dieser Umstand verlieh dem Konzert eine bisher unbekannte Note und ich w\u00fcrde sagen, viel besser kann man das nicht machen und das Publikum dankte dies mit ausgelassenem Feiern und Tanzen, definitiv eines der besten Konzerte, das ich von den beiden bisher erleben durfte.<\/p>\n<h3><strong>Aux Animaux<\/strong><\/h3>\n<p>Fast zeitgleich mit dem Ausklingen der letzten T\u00f6ne startete auf der Luna Stage das Konzert von Aux Animaux. Diese K\u00fcnstlerin war bisher ein wei\u00dfer Fleck in meiner Artisten-Landkarte und ich habe mich auch im Vorfeld nicht gro\u00df \u00fcber sie informiert. Die K\u00fcnstlerin hinter Aux Animaux ist G\u00f6zde D\u00fczer, urspr\u00fcnglich aus Istanbul stammend, heute in Stockholm lebend.&nbsp;<br \/>\nIch bin bei der jetzigen Recherche etwas erschrocken, oder sicher aber erstaunt, dass sich dieses Projekt schon seit 2015 in den Tiefen der Gothic Musik tummelt, dies im Sub Genre Synth-Pop, wobei sie ihren Style selbst als Hauntwave beschreibt. Live auf der B\u00fchne spielt sie sowohl Bass als auch Teremin, welches Instrument bei mir doch einen sehr hohen Stellenwert hat, wenn es denn zur Musik passt, was nicht in jedem Fall gegeben ist. Nun, in diesem Fall war es absolut gegeben und man sp\u00fcrt gut, dass auch ihr dieses Instrument sehr gut liegt. Musikalisch sicher etwas spezieller, aber durchaus ein Leckerbissen und die B\u00fchnenpr\u00e4senz jederzeit top, denn das Girl hat ziemlich Power und vermag das vorz\u00fcglich in Szene setzen.<br \/>\nLeider war ich etwas sp\u00e4t im Saal und so konnte ich mir nur einen Platz in den hinteren Reihen ergattern, was beim Luna Stage doch eher suboptimal ist, zumal die B\u00fchne nicht allzu hoch und dadurch nur schlecht einsehbar. Anstelle mich im dichten Gedr\u00e4nge irgendwo inmitten des Saals zu tummeln, zog ich es recht fr\u00fch vor, dem Konzert aus der vorgelagerten Bar noch etwas zu lauschen, hier halt mit der Einschr\u00e4nkung keine oder sehr beschr\u00e4nkte Einsicht auf die B\u00fchne zu haben. Was ich aber gesehen und geh\u00f6rt habe, war doch sehr \u00fcberzeugend und wenn sich da wieder einmal die Gelegenheit bieten sollte, sehr gerne wieder. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, ein Wiedersehen war schon in K\u00fcrze angesagt, dazu aber sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<h3><strong>Forced to Mode<\/strong><\/h3>\n<p>Forced to Mode hinterlassen bei mir jeweils einen etwas zwiesp\u00e4ltigen Eindruck, da ich doch sehr auf Bands stehe, die etwas Eigenes produzieren und entsprechend auf der B\u00fchne zeigen. Bei den Jungs ist ja nun ziemlich das Gegenteil der Fall. Zugegeben eine sehr gute, wohl die Beste Coverband von Depeche Mode, aber eben Cover!&nbsp;<br \/>\nDie Band besteht aus Christian Schottst\u00e4dt (Gesang, Keyboards), Thomas Schernikau (Keyboards, Gesang) und Matthias Kahra (Gitarre). Die drei machten auch an diesem Abend ihre Sache sehr gut und wurden auch von den Fans frenetisch gefeiert. Christian stand dabei Dave kaum nach, aber genau das ist es, was bei mir f\u00fcr alles andere als Freudenjubel sorgt und so musste ich nach kurzer Zeit aus dem B\u00fchnen-einsehenden Bereich weichen und verfolgte das Konzert fortan im Foyer bei wunderbaren Gespr\u00e4chen mit Freunden, mit toller Depeche Mode-Hintergrundmusik. F\u00fcr mich absolut passend, aber sicher nicht so, dass ich nun gro\u00df \u00fcber die Band und ihren Auftritt berichten k\u00f6nnte.<br \/>\n&nbsp;Nun, den Fans, und das sind nicht wenige, hat&#8217;s auf jeden Fall gefallen und es muss ja nicht immer alles allen gefallen, von daher hatte die Band durchaus ihre Berechtigung und wenn man so die Anh\u00e4ngerschaft studiert, ist Forced to Mode sicher auch ein gewisser Publikumsgarant und ihren Fans ein gro\u00dfer Anteil am ausverkauften Haus geschuldet.<\/p>\n<h3><strong>Emmon<\/strong><\/h3>\n<p>Und nun war eben das Dilemma mit den zwei fast gleichzeitigen Auftritten von K\u00fcnstlern, welche ich eigentlich beide unbedingt sehen wollte, und so war nun halt eine Triage angesagt, weil Klonen ist nicht. Wie eingangs schon erw\u00e4hnt, startete ich bei Emmon, zumal sich dies zeitlich doch etwas aufdr\u00e4ngte. Um nicht wie beim vorherigen Konzert auf der Luna Stage, irgendwo im Nirgendwo unterzugehen, machte ich mich schon rund eine Viertelstunde vor Konzertbeginn im b\u00fchnennahen Bereich bereit, damit ich da auch ja alles aus n\u00e4chster N\u00e4he erleben kann. Emmon (Emma Nyl\u00e9n) gab am Karfreitag ihr B\u00fchnendebut in der Schweiz, vorgeeilt ist ihr der Ruf als schwedische Elektro Queen mit unbeschreiblicher B\u00fchnenpower. Selbstsprechend sind auch ihre zahlreichen Songs, welche sich innert K\u00fcrze einen festen Platz in der EBM-Szene erobert haben, welch Wunder auch bei solch geballter Elektro-Power, gepaart mit einer sehr tollen Power-Stimme. Zwar ist Emmon ein Soloprojekt, allerdings lie\u00df sie sich in Z\u00fcrich von einem Herrn in elektronischen Belangen begleiten und da es mir ein Anliegen ist, alle Protagonisten namentlich zu erw\u00e4hnen, soll auch dieser Herr, der sich zwar dezent im Hintergrund aufhielt, nun aber letztendlich nicht den Anschein machte, dass er da nur als Zierde hingestellt war, zu diesen Ehren kommen.&nbsp;<br \/>\nDie Recherche dazu erwies sich nun allerdings als etwas hartn\u00e4ckiger, als ich mir das von anderen Bands gewohnt bin. So hat die gewohnte Google-Suche sowie das Durchst\u00f6bern von g\u00e4ngigen Seiten kaum Brauchbares oder jedenfalls nichts ergeben, dass ich nun mit gutem Gewissen h\u00e4tte verwenden k\u00f6nnen und so musste ich, \u00fcbrigens zum ersten Mal seit ich meine Blogreihe startete, eine KI bem\u00fchen, welche mir mit einer Bildsuche etwas Arbeit abnahm, dies aber zu meinem Erstaunen auch ohne eindeutiges Resultat. Mit zuvor schon bekanntem aber letztendlich doch zielf\u00fchrend.&nbsp;<br \/>\nZum Namen Jimmy Monell, werden nun wohl auch nur wenige direkt eine Verbindung haben, allerdings wage ich zu behaupten, dass alle Leser schon Werke zu Ohren bekamen, an deren Prodiktion er zumindest mitbeteiligt war. Zum einen ist das Roxette und aktuell Kite, welche ja vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls im X-TRA einen Auftritt hatten. Jimmy hat sich in der schwedischen Musikszene doch mittlerweile zu einer ansehnlichen Gr\u00f6\u00dfe etabliert und ist eben auch an Produktionen von Emmon mitbeteiligt und beweist ein weiteres Mal, dass bei ihm ein ziemliches Potential f\u00fcr treibende Songs vorhanden ist.<br \/>\nAls er nun die B\u00fchne betrat, war der kleine Saal doch schon ziemlich zum Bersten gef\u00fcllt, vorne an der B\u00fchne war aber durchaus noch eine gewisse Komfortzone, so dass man hier auch noch das Tanzbein schwingen konnte, sollte es denn so weit kommen. Kurz nach den ersten Kl\u00e4ngen des Intros, ging ein Ruck durchs Publikum, wie sich kurz darauf herausstellte, war das Emma, die wie ein Wirbelwind durch das Publikum ihrem Platz auf der B\u00fchne zustrebte, da dies derer einziger Zugang ist. Ab der ersten Sekunde verz\u00fcckte sowohl der Sound als auch die Interaktion von Emmon das anwesende Publikum und innert Augenblicken war dieses wild h\u00fcpfend zum Rhythmus der schlagenden Elektro Beats am Tanzen.<br \/>\nWas war da f\u00fcr eine Power am Start, die K\u00fcnstlerin vermochte es, mit jeder Bewegung, mit ihrer gesamten Gestik und ihrer Power, sowie einem riesigen Selbstvertrauen und -bewusstsein, den Saal unter Hochspannung zu setzen und die Aussage von Emma: \u00abDie B\u00fchne ist mein Habitat\u00bb, war jeden Augenblick sp\u00fcrbar. Das Publikum vermochte dies mit lautem Jubel und kaum enden wollendem Applaus nach jedem Song zu goutieren und den beiden war anzusehen, dass sie dies sichtlich genossen, ohne auch nur in irgendeiner Weise \u00fcberheblich zu wirken, sondern eher mit einer gewissen Demut und Dankbarkeit.<br \/>\nEmma lie\u00df es sich auch nicht nehmen, mit dem Publikum auf Tuchf\u00fchlung zu gehen, absolut ohne Ber\u00fchrungs\u00e4ngste interagierte Sie mit diesem und wagte sich zwischenzeitlich sogar weit in den Saal vor, um dies auch den hinteren Reihen zu beweisen, absolut nahbar und authentisch, schlichtweg grandios!<br \/>\nLeider ist nun, w\u00e4hrend ich diese Zeilen schreibe, schon etwas Zeit verstrichen und da ich im Alter mittlerweile auch schon etwas fortgeschritten bin und wohl meine Ginseng-Pillen nicht in der n\u00f6tigen Regelm\u00e4\u00dfigkeit einnehme, mutiert mein Denkorgan zu einer gewissen L\u00f6chrigkeit und so kann ich mich bei bestem Willen nicht mehr daran erinnern, ob nach dem absolut frenetischen Applaus und Jubel \u00fcberhaupt noch eine Zugabe drin lag. Sicher war kein Abgang von der B\u00fchne und dann nochmaliges Erscheinen, aber mir ist, als h\u00e4tten sie zuvor den letzten Song angek\u00fcndigt gehabt, ob eben dem Jubel dann aber nochmals einen angeh\u00e4ngt. Jedenfalls war sp\u00fcr- und sichtbar, dass auch die beiden riesigen Spa\u00df hatten.<br \/>\nDa ich nicht bei jedem Konzert behaupten kann, das w\u00e4re nun das Beste, je gesehene, greife ich hier einmal auf eine Skala als Indizierung zur\u00fcck und da erhalten Emmon definitiv eine 10 von 10! Und so sicher auch das Pr\u00e4dikat, dass ich da nicht zum letzten Mal im Publikum stand.<\/p>\n<h3><strong>IAMX<\/strong><\/h3>\n<p>Da eben die beiden Konzerte fast zeitgleich gestartet, sputete ich nach Ende des Emmon-Konzerts in den gro\u00dfen Saal, um auch von IAMX noch einen Happen abzubekommen, auch wenn ich nach Emmon schon sicher war, dass egal, was nun noch kommt, dies nicht zu toppen w\u00e4re. Aber es w\u00e4re auch verwegen und nicht fair, da nun die beiden gegeneinander aufzuwiegen, denn von IAMX bekam ich letztendlich zu wenig mit, um mir da noch ein vern\u00fcnftiges Gesamtbild zu schaffen. Ungef\u00e4hr eine halbe Stunde, durfte ich aber doch noch in den Genuss der sehr tollen Darbietung kommen und ja, ich h\u00e4tte von der Band auch sehr gerne das gesamte Konzert verfolgt, aber was soll&#8217;s, man kann nicht immer alles bekommen im Leben.&nbsp;<br \/>\nDa kam ich nun also mitten im Konzert vor der Main Stage an und war doch erstmals etwas \u00fcberrascht, weil irgendwo hatte ich da ein D\u00e9ja-Vu, links au\u00dfen, die K\u00fcnstlerin am Bass, kam mir doch sehr bekannt vor und wer nun den vorherigen Text gelesen hat, dem kommt sicher der Name G\u00f6zde D\u00fczer ebenfalls bekannt vor. Ja, genau diese G\u00f6zde D\u00fczer, die zuvor als Aux Animaux auf der Luna Stage am Start war, ist ebenfalls Teil von IAMX, zusammen mit Chris Corner (Gr\u00fcnder der Band, Gesang, Keyboard und Programmierung) und Jon Siren (Schlagzeug, seinerseits seit 2015 dabei), bearbeitet sie den Bass sowie das Teremin und teilweise war auch ihre Stimme im Background zu vernehmen.<br \/>\nIAMX faszinieren mich seit jeher mit ihrem wunderbaren Sound, der sich irgendwo zwischen Synth-Pop, Dark Cabinet Industrial und ganz viel Experimentellem ansiedelt, getragen von einer gro\u00dfartigen Portion Elektronik, wobei hier oftmals unerwartete, jedoch absolut passende und teilweise \u00fcberaus faszinierende Kl\u00e4nge eingearbeitet werden, jedoch eben durch das Schlagzeug und den Bass auch eine Note an handwerklicher Charakteristik erhalten. Dabei sind die Songs nicht immer vorhersehbar, aber doch jederzeit stimmig und wohlklingend. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die mannigfaltige Stimme von Chris, welche \u00fcber mehrere Oktaven, von hauchend bis krachend, eindringlich und h\u00f6chst pr\u00e4sent und pr\u00e4zise, die Songs in einer wunderbaren Weise belebt.<br \/>\nDa ich, wie erw\u00e4hnt, die Band bisher nie live erleben durfte, kannte ich die visuellen Aspekte bisher nur aus vielen sehr coolen Videos, welche die Band in den Jahren ver\u00f6ffentlicht hat und welchen ich fast durchwegs das Pr\u00e4dikat Kunst auf h\u00f6chstem Niveau attestiere. Betreffend Live-Show habe ich schon einiges geh\u00f6rt und auch den ein oder anderen Konzertmitschnitt zu Gesicht bekommen. Und ich muss zugeben, auch auf der B\u00fchne k\u00fcnstlerisch hochstehend, zum einen mit dem B\u00fchnenbild, das aus diversen Leinw\u00e4nden in unterschiedlichen Formaten, der Videokunst, f\u00fcr welche Chris bekannt ist, eine B\u00fchne oder eben Leinwand geben, zum andern aber auch das Gesamtbild der Band.<br \/>\nLeider war ich da f\u00fcr eine genaue Betrachtung etwas weit von der B\u00fchne entfernt, mochte mich aber ob der schieren Anzahl Besucher nicht durch diese nach vorne k\u00e4mpfen. Was ich aber von meiner Warte aus gesehen und geh\u00f6rt habe, hat mich absolut \u00fcberzeugt und ich hoffe sehr, dass ich IAMX irgendwann wieder, ohne Konkurrenz einer Band wie Emmon zum selben Zeitpunkt, erleben darf. Die Band steht auf jeden Fall weiterhin ganz oben auf meiner Liste von Bands, die ich sehen muss. &nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Lone Assembly<\/strong><\/h3>\n<p>Hier bin ich nun etwas verwirrt, nicht ab der Band, sondern ab dem Umstand, dass ich diese Band so etwas von verpasst habe, keine Ahnung, irgendwie hatte ich diese nicht mehr auf der Rechnung und wohl zuvor schon so viel Tolles gesehen, dass ich da mit keinem Gedanken, diese Band noch zu erleben, unterwegs war.&nbsp;<br \/>\nDa aber auch schon etwas fortgeschritternere Stunde, war bei mir auch eine gewisse M\u00fcdigkeit sp\u00fcrbar, insbesondere da die Tage zuvor doch sehr anstrengend und arbeitsintensiv gewesen waren, und so entschied ich mich dann kurzerhand, dem Abend ein Ende zu bereiten, und mich auf den Heimweg zu machen, mit sehr vielen wunderbarsten Eindr\u00fccken gesegnet.&nbsp;<br \/>\nNun hoffe ich, dass ich irgendwann einmal in den Genuss komme, das Verpasste nachzuholen, wobei da die Chancen nicht allzu schlecht stehen, da dies wohl nicht das letzte Konzert in ihrem Heimatland war. Ihrer Musik jedenfalls bin ich nicht v\u00f6llig abgeneigt, wenn auch manchmal ab Konserve etwas zu gegl\u00e4ttet, Chris von Rohr w\u00fcrde dazu sagen: \u00abzu wenig Dreck\u00bb und ich w\u00fcrde ihn sowas von verstehen. Aber wer wei\u00df, vielleicht w\u00e4ren Sie live f\u00fcr eine absolute \u00dcberraschung gut, zumal mich der Sound teilweise an <a href=\"https:\/\/www.editors-official.com\">Editors<\/a> erinnert \u2026<\/p>\n<p>Wie erw\u00e4hnt, machte ich mich in den fr\u00fchen Morgenstunden mit wunderbaren Erlebnissen, gut ausgetanzt und ganz doll m\u00fcde, auf den Heimweg. Es war ein weiteres Mal ein mehr als gelungener Schwarzer Ball, welcher mich mit allen Komponenten, die ich mir jeweils erhoffe oder teilweise auch erwarte, mehr als nur gerecht wurde, wunderbarste Begegnungen und Gespr\u00e4che mit Freunden, alten und neuen Bekannten, supertollen Konzerte mit wunderbaren Eindr\u00fccken, schwei\u00dftreibendem Tanz, sowohl w\u00e4hrend der Konzerte, aber auch von den diversen DJs initiiert, eindr\u00fcckliche Lichtshows, wunderbar passender Dekorationen, absolut stimmig abgemischtem Sound und dies, beinahe egal, wo man sich im Raum aufh\u00e4lt. Ich finde das immer toll, mit welcher M\u00fche und Herzblut dieser Ball jeweils vorbereitet wird und da ist auf jeden Fall ein riesiges Dankesch\u00f6n an alle, die dazu beitragen, mehr als nur angebracht, TOLL! Und ich hoffe, dass noch viele dieser Veranstaltungen folgen werden, wenn auch die Tage des X-TRA als Partyst\u00e4tte wohl gez\u00e4hlt sind (schade!).<\/p>\n<p>Ebenfalls Euch ein Dankesch\u00f6n, dass Ihr bis hierhin mit Lesen durchgehalten habt und hoffentlich bis in B\u00e4lde wieder, Euer Schwarzspektrum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber Schwarzspektrum<\/h3>\n<figure id=\"attachment_12707\" aria-describedby=\"caption-attachment-12707\" style=\"width: 305px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12707\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/schwarze-welle.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Schwarzspektrum.jpg?resize=305%2C408&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"408\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/schwarze-welle.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Schwarzspektrum.jpg?resize=575%2C770&amp;ssl=1 575w, https:\/\/i0.wp.com\/schwarze-welle.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Schwarzspektrum.jpg?resize=874%2C1170&amp;ssl=1 874w, https:\/\/i0.wp.com\/schwarze-welle.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Schwarzspektrum.jpg?resize=768%2C1028&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/schwarze-welle.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Schwarzspektrum.jpg?w=956&amp;ssl=1 956w\" sizes=\"(max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12707\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Schwarzspektrum<\/figcaption><\/figure>\n<p>Schwarzspektrum ist Musikliebhaber, seit Mite der 80er Jahre mit grossem Unterbruch als DJ unterwegs (die CD-\u00c4ra als f\u00fcr sich unpassend ablehnend) &#8211; seit jeher mehr oder weniger mit der Gothic Szene verbunden.&nbsp;<\/p>\n<p>Mehr von ihm lest ihr <a href=\"https:\/\/nerospectrale.com\">hier<\/a>.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gastbeitrag von Schwarzspektrum Wie alle Jahre luden auch an diesem Karfreitag More Than Mode und SWISS DARK SCENE zum legend\u00e4ren Schwarzen Ball im X-TRA, wobei auch diesmal das Lineup wieder sehr vielversprechend f\u00fcr eine rauschende Partynacht war. 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