{"id":10485,"date":"2024-09-18T16:36:35","date_gmt":"2024-09-18T14:36:35","guid":{"rendered":"https:\/\/schwarze-welle.com\/?p=10485"},"modified":"2024-09-18T16:37:10","modified_gmt":"2024-09-18T14:37:10","slug":"lumen-tour-2024-alienare-als-gruenes-licht-in-der-dunkelheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schwarze-welle.com\/?p=10485","title":{"rendered":"Lumen-Tour 2024 &#8211; Alienare als gr\u00fcnes Licht in der Dunkelheit"},"content":{"rendered":"<p>Lumen- Ein gr\u00fcnes Licht in der Dunkelheit lockte am Freitag, den 13ten, Liebhaber der elektronischen Musik ins Frankfurter Nachtleben. Verantwortlich daf\u00fcr waren <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ALIENARE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ALIENARE<\/a>, die momentan mit <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/BeyondBorderMusic\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BEYOND BORDER<\/a> auf ihrer <em>\u201aLumen\u2019<\/em>-Tour sind.<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen, die weniger geographisch bewandert sind (eventuell ist die Autorin eine davon und ein Bandmitglied ein weiterer): Frankfurt geh\u00f6rt nicht zu Baden-W\u00fcrttemberg und ist auch keine Landeshauptstadt, sondern geh\u00f6rt zu dem Bundesland Hessen, dessen Landeshauptstadt Wiesbaden ist.<\/p>\n<h1>Von deutscher \u00dcberp\u00fcnktlichkeit<\/h1>\n<p>Doch zur\u00fcck zum Freitag, den 13ten, der f\u00fcr Viele symbolisch als Ungl\u00fcckstag gilt. F\u00fcr meine Reisegruppe und mich war es dieser definitiv nicht. Der Abend begann mit einer entspannten Fahrt ohne Stau, was zu diesem Zeitpunkt normalerweise ungew\u00f6hnlich ist. \u00dcberp\u00fcnktlich vertrieben wir uns die Zeit bis zum Konzert-Beginn im dar\u00fcber liegenden Au\u00dfenbereich des Lokals. Wir genossen die restlichen Sonnenstrahlen, g\u00f6nnten uns ein Erfrischungsgetr\u00e4nk und f\u00fchrten nette Gespr\u00e4che. Kurz vor Beginn des Events machten wir uns auf den kurzen Weg zum Einlass, bei dem wir einen \u201eNicht Witzig\u201c-Stempel auf die Hand gedr\u00fcckt bekamen. Als wir die Treppe zum Untergrund hinabstiegen, mussten wir feststellen, dass auch BEYOND BORDER \u00fcberp\u00fcnktlich gestartet waren. Eine Garderobe gab es offiziell nicht. Somit wurde die Ablage einer Sitzecke umfunktioniert, auf der unsere Jacken ihren Platz fanden und dann ging es f\u00fcr uns direkt in die Crowd, die zu diesem Zeitpunkt noch sehr \u00fcberschaubar war.<\/p>\n<h1>BEYOND BORDER<\/h1>\n<p>Es hatten sich vor der B\u00fchne schon einige Fans versammelt, die sich rhythmisch zu BEYOND BORDERS <em>\u201eEnjoy Your Life\u201c<\/em> bewegten. Es folgte direkt das kraftvolle <em>\u201eJump Into The Fire\u201c<\/em>. S\u00e4nger Iggi unterstrich die Lyrics zum Song mit kraftvollen Gestiken und beeindruckte durchweg mit seiner Stimmgewalt. W\u00e4hrend <em>\u201eYou\u201c<\/em> schien irgendetwas mit Iggis In-Ears nicht zu stimmen. Gegen Ende des Songs entfernte er diese und legte sie zur Seite. Den Rest des Sets sang der Frontmann ohne In-Ears, was wahrscheinlich nicht viele K\u00fcnstler k\u00f6nnen. Zu <em>\u201eImmortal Stars\u201c<\/em> lie\u00df Iggi die Arme des Publikums in der Luft schwingen, sowie im Takt klatschen.<\/p>\n<h2>Der Spa\u00df h\u00f6rte nicht auf<\/h2>\n<p>Sp\u00e4testens bei dem mitrei\u00dfenden Song <em>\u201eWhat Makes The World Go Round\u201c<\/em> stand kein Fu\u00df mehr still. Der Spa\u00df h\u00f6rte hier jedoch nicht auf. <em>\u201eMr. Nice Guy\u201c<\/em> startete mit bekannten T\u00f6nen. In der unver\u00f6ffentlichten Version fanden die Originalsamples von Alan Wilder und Martin Gore des DEPECHE MODE Songs <em>\u201eMaster &amp; Servant\u201c<\/em> ihren Platz. Diese Version kam beim Publikum super an. Besonders eingefleischte DM Fans freuen sich immer wieder \u00fcber bekannte Sequenzen oder auch pr\u00e4sentierte Coversongs. Es war schon h\u00e4ufiger bei vergangenen Auftritten sp\u00fcrbar, dass alle drei BEYOND BORDER-Mitglieder selbst Verehrer der bekannten Band sind.<\/p>\n<p>Renee, der erst seit Fr\u00fchjahr dieses Jahres BEYOND BORDER als zweiten Keyboarder unterst\u00fctzt, merkte man die Neulingsrolle nicht an. Er wirkte hochkonzentriert und schien jeden einzelnen Song zu f\u00fchlen. Mi Deity musste das Publikum im Frankfurter Nachtleben kaum animieren. Jeder BEYOND BORDER Song schien ein Selbstl\u00e4ufer zu sein. So konnte er sich ganz auf seinen Sound fokussieren und fand zwischendurch sogar die Zeit, um das Publikum von der B\u00fchne aus zu filmen. Zudem harmonierte seine Stimme im Backround perfekt mit der des Frontmanns.<\/p>\n<p>BEYOND BORDER scheinen von Auftritt zu Auftritt eine Schippe obendrauf zu legen.<\/p>\n<h3>Setlist:<\/h3>\n<ol>\n<li>Enjoy Your Life<\/li>\n<li>Jump Into The Fire<\/li>\n<li>You<\/li>\n<li>Immortal Stars<\/li>\n<li>What Makes The World Go Round<\/li>\n<li>Mr. Niceguy<\/li>\n<li>Radiant<\/li>\n<li>New Start<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Umbaupause mit einer zus\u00e4tzlichen Show<\/h1>\n<p>Der Applaus war noch nicht richtig verebbt, da begannen BEYOND BORDER schon mit ihrem Abbau und einer nicht geplanten zus\u00e4tzlichen Show-Einlage. Wahrscheinlich um dem Publikum die Wartezeit zu verk\u00fcrzen, lieferte einer der beiden Keyboarder eine Piep-Show, bei der sich nicht nur die weiblichen G\u00e4ste freuten. Pfeifen, Jubel und Handgeklapper erf\u00fcllten den Raum. Der frisch umgezogene Keyboarder reagierte daraufhin erstmal \u00fcberrascht und musste dann doch \u00fcber die Publikums-Reaktionen schmunzeln.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Pause besuchten wir unsere Jacken nahe der Bar und pl\u00f6tzlich hatte ich gr\u00fcne Leuchtst\u00e4be in der Hand. Woher die kamen, wusste ich zun\u00e4chst nicht. Sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass jemand diese unter dem Publikum verteilt hatte und einer meiner Begleiterinnen mir diese weiter gereicht hatte. So war ich mit einem gr\u00fcnen Heiligenschein auf dem Haupt perfekt gestylt f\u00fcr das Kommende.<\/p>\n<h1>ALIENARE<\/h1>\n<p>Als die ersten T\u00f6ne von dem <em>\u201aLumen\u2018<\/em>-Opener <em>\u201eLighthouse\u201c<\/em> erklangen, mischte ich mich wieder unter die Fans vor der B\u00fchne. Zuerst betrat T.Drmx die Bildfl\u00e4che, gefolgt von T.Imo. Beide stellten bzw. setzten sich an ihre vorgesehenen Pl\u00e4tze hinter die Drums und die Keyboards. Auch T.Drmx ist Neuling bei ALIENARE und erg\u00e4nzt als Schlagzeuger die Band perfekt. Passend zum Song betrat T.Green die B\u00fchne als Leuchtturm. Er trug kein Kost\u00fcm, wie ihr euch dies wahrscheinlich nun vorstellt, das kommt an sp\u00e4terer Stelle. Stattdessen zierte eine Stirnlampe seinen Kopf. Damit war er wohl unser f\u00fchrendes Licht an diesem Abend.<\/p>\n<h2>ALIENARE als Mitmach-Band<\/h2>\n<p>Der ein oder andere mag diese Bezeichnung schon geh\u00f6rt haben. ALIENARE sind eine Mitmach-Band. So \u00e4hnlich k\u00fcndigte T.Green <em>\u201eChrystalline\u201c<\/em> an. Eingefleischte Fans oder diejenigen die die Band schon \u00f6fter gesehen hatten, wussten was nun kam. Beim Refrain wurde immer und immer wieder passend zu den Lyrics eine Handchoreo im Publikum durchgef\u00fchrt. Gegen Ende des Songs gesellte sich T.Green zu T.Imo an die zwei Keyboards und beide spielten gemeinsam. Anschlie\u00dfend wurde mein pers\u00f6nlicher Favorit des neuen Albums <em>\u201eAgainst The Waves\u201c<\/em> performt. Der S\u00e4nger begann diesen als Solist mit harmonischem, ruhigem Gesang. Erst sp\u00e4ter kamen T.Imo und T.Drmx hinzu und erg\u00e4nzten melodisch den emotionalen Song. Als n\u00e4chsten Mitmach-Song fand man <em>\u201eGreen Light\u201c<\/em> auf der Setlist. Hierbei wurden die Fans dazu aufgefordert zweimal nach links und zweimal nach rechts zu gehen. Die n\u00e4chste Schwierigkeitsstufe beinhaltete das Klatschen w\u00e4hrenddessen. T.Green und auch T.Imo zeigten dem Publikum genau, was es zu tun hatte. Die Fans stiegen mit Freude ein und bewegten sich nach den Vorgaben von ALIENARE im Takt.<\/p>\n<h2>Wundersch\u00f6ne Fanges\u00e4nge<\/h2>\n<p>Dann wurde es mit <em>\u201eForever\u201c<\/em> erstmal etwas ruhiger und besinnlicher. T.Green griff zur Gitarre und spielte ohne die beiden anderen Musiker allein vor dem Publikum, welches sich allzu gern motivieren lie\u00df, im Chor \u201eNanananana\u201c mitzusingen. Direkt Im Anschluss spielte der S\u00e4nger <em>\u201eCountry Roads\u201c<\/em> an, bei dem die Anwesenden genauso fehlerfrei den Text singen konnten. Die darauffolgende Aussage: \u201eSehr sch\u00f6n. Wenigstens eine Nummer von mir kennt ihr auswendig\u201c, w\u00fcrde ich als Ammenm\u00e4rchen betiteln. Denn einige Fans waren durchaus sehr aktiv dabei mitzusingen. Und durch das hoch und runter h\u00f6ren des <em>&#8218;Lumen&#8216;<\/em> Albums f\u00fcr die zuvor verfasste CD-Review (die man \u00fcbrigens <a href=\"https:\/\/schwarze-welle.com\/?p=10429\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> lesen kann), kann ich mich bei einigen Songs stolz als textsicher bezeichnen. F\u00fcr <em>\u201eIn Darkness\u201c<\/em> kamen T.Imo und T.Drmx wieder auf die B\u00fchne. Den Refrain sangen die Fans so sch\u00f6n mit, dass dieser nochmal wiederholt wurde und sowohl Keyboarder und Drummer den Fangesang genie\u00dfen konnten.<\/p>\n<h2>Platzwechsel<\/h2>\n<p>Zum Ende von <em>\u201eDenied\u201c<\/em> setzte sich T.Green an die Drums. Mit den Schlagst\u00f6cken animierte er zuerst die Fans zum Mitklatschen, dann ging er dazu \u00fcber Schlagzeug zu spielen und gleichzeitig zu singen. Es erfolgte ein erneuter Platzwechsel und T.Drmx \u00fcbernahm wieder die Drums. Episch begann <em>\u201eLies, Lies, Lies\u201c<\/em> durch harte Trommelschl\u00e4ge und d\u00fcsteren Synthesizer-Kl\u00e4ngen. Energiegeladen fegte der Song durch den Raum. Eine kleine \u00dcberraschung hielt <em>\u201eMove\u201c<\/em> bereit. \u201eIch glaube das geht noch deutlich lauter, Frankfurt. Der Text ist ja einfach. Der geht \u201cMove\u201c!\u201c, belehrte T.Green das Publikum und dann wurde der Keyboarder pl\u00f6tzlich zum S\u00e4nger. T.Imo fegte gut gelaunt <em>\u201eI Like To Move It\u201c<\/em>-singend \u00fcber die B\u00fchne. \u00dcberraschendes Gel\u00e4chter und Jubel erf\u00fcllte den Raum, bevor im Chor mitgesungen wurde. Anschlie\u00dfend probte T.Green \u201eMove!\u201c wiederholend wie ein Chorleiter mit dem Publikum. Anschlie\u00dfend ging dieser Song nahtlos in ihre 2016 erschienene Deb\u00fctsingle <em>\u201eMission Abort\u201c<\/em> \u00fcber. Bei diesem Song sprang der Frontmann von der B\u00fchne und feierte mit den Fans im Publikum.<\/p>\n<p>Vor <em>\u201eA Thousand Miles\u201c<\/em> verlie\u00dfen ALIENARE noch einmal die B\u00fchne und unterzogen sich einem kleinen Outfitwechsel. Im Seemanns-Frack und mit Fernrohr erschien erst T.Imo, ein wenig sp\u00e4ter folgte T.Green. Auch bei diesem Song durften die Fans wieder aktiv mitwirken. Dieses Mal wurde mit den Armen gerudert.<\/p>\n<h2>Verzaubertes Publikum<\/h2>\n<p><em>\u201e#neon\u201c<\/em> wurde in einer Akustik-Version gestartet. W\u00e4hrend T.Green erneut auf seiner Gitarre spielte, pausierte T.Imo mit seinen akrobatischen Bewegungen am Keyboard und sch\u00fcttelte besinnlich und hochkonzentriert sein Rasselei im Takt. Diese Version schien das Publikum so verzaubert zu haben, dass dieses sogar die Lyrics dazu verga\u00df. \u201eBright ist das Wort\u201c erinnerte der S\u00e4nger die Fans. Die Textzeile wurde erneut gespielt und T.Green freute sich, dass es dann doch \u201egleich beim ersten Mal\u201c funktioniert hatte. Die Instrumente wurden zur Seite gelegt und der Song wurde energetisch wie gewohnt elektronisch performt. Die Zugabe <em>\u201eEmerald\u201c<\/em> beendete den Konzertabend.<\/p>\n<p>T.Green wies zum Schluss noch darauf hin, dass der Konzertbereich z\u00fcgig ger\u00e4umt werden m\u00fcsse, aufgrund einer nachfolgenden Veranstaltung. Er versprach den Fans, sich mit ihnen im Anschluss am oben aufgebauten Merchstand zu treffen. Viele Fans nutzten die Gelegenheit, um sich mit den Musikern beider Bands zu unterhalten, Fotos zu machen oder sich Autogramme zu holen und nat\u00fcrlich, um ihr Geld beim Merchstand zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Setlist:<\/h3>\n<ol>\n<li>Lighthouse<\/li>\n<li>We Are The Light<\/li>\n<li>Everything Will Be Alright<\/li>\n<li>Midnight Queen<\/li>\n<li>Chrystalline<\/li>\n<li>Against The Waves<\/li>\n<li>Perception<\/li>\n<li>Green Light<\/li>\n<li>Forever<\/li>\n<li>In Darkness<\/li>\n<li>Diamonds<\/li>\n<li>Denied<\/li>\n<li>Lies, Lies, Lies<\/li>\n<li>Wrong<\/li>\n<li>Move<\/li>\n<li>Mission Abort<\/li>\n<li>Fire<\/li>\n<li>Freedom<\/li>\n<li>To Whom It May Concern<\/li>\n<li>A Thousand Miles<\/li>\n<li>The Colour Of My Soul<\/li>\n<li>#Neon<\/li>\n<li>Arrival<\/li>\n<li>Emerald<\/li>\n<\/ol>\n<h1>Schlusswort<\/h1>\n<p>Am Schluss bleibt zu sagen, dass beide Bands definitiv ein gr\u00f6\u00dferes Publikum verdient h\u00e4tten. Es war ein Abend voller Energie, emotionsgeladener Musik, vielen \u00dcberraschungsmomenten und guter Laune, gepaart mit viel Herzlichkeit. Das Fernbleiben k\u00f6nnte wahrscheinlich damit begr\u00fcndet werden, dass es f\u00fcr einen Freitag Einigen nicht m\u00f6glich war, so fr\u00fch anzureisen. Vielleicht litt der ein oder andere Konzertliebhaber aber auch unter Paraskavedekatriaphobie, der Angst vor Freitag, den 13ten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\">Weitere Konzertberichte, Bandvorstellungen, Reviews,\u00a0 News, Events, redaktionelle Inhalte und unseren Stream findet ihr nat\u00fcrlich auf unserer <a href=\"https:\/\/schwarze-welle.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Homepage<\/a>. 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