Benachrichtigungen
Alles löschen

Festival-Bericht zum M'era Luna 2018  


PsychoGirl
(@psychogirl)
Mitglied Admin
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 330
Themenstarter  

Kurzes Vorwort: Nach den letzten beiden Jahren besuchte ich eher skeptisch das M’era Luna 2018. Drei gute, private Gründe nahmen mir diese Entscheidung ab und darüber bin ich heute noch sehr froh. Es änderte sich nicht alles, aber vieles zum Positiven.

Samstag: Wie immer reiste ich am Samstagmorgen an. Über die nur kurze Schlange bei dem von mir gewählten Eingang, freute ich mich. Als ich noch für die Bändchen Übernahme anstand, kam ein Security-Mitarbeiter und scannte alle Tickets ab. Der Grund dafür, es gab leider viele gefälschte Tickets im Umlauf. Beim Tausch Ticket gegen Bändchen erwähnte ich, dass ich privat wohne und somit keine Müllbeutel benötige. Daraufhin erhielt ich folgende Info: Wenn ich eine Bescheinigung vorlegen könnte, dass ich privat wohne, bekäme ich 5.00 Euro zurück. Darüber konnte ich bisher weder auf der Homepage lesen, noch erhielt ich die letzten beiden Jahre eine solch nützliche Information.

Der Einlass ins Outfield verlief zügig und reibungslos, solange man sich im Vorfeld gut über die Taschengrösse und sonstiges Vorschriften informierte und sich daran hielt. Da ich hauptsächlich wegen der Musik Festivals besuche, wollte ich direkt weiter zum Infield. Cyborg verpasste ich leider. Meine Hoffnung Erdling zu sehen schwand als ich die diversen langen Schlangen zum Infield sah. Grund: Die Einlasskontrolle ins Infield. Leider wurde dort immer noch die Grenze zwischen Sicherheit und Schikane sehr vermischt. Immerhin erlebte ich die Security und auch das sonstige Personal viel freundlicher als die letzten beiden Jahre. Erdling hörte ich, doch leider war ich erst beim letzten Lied in der Nähe der Bühne. Was mich aber sofort sehr positiv überraschte, war die gute Sound-Abmischung/-Qualität von der Main Stage.

In der Hangar Stage spielten am Samstag tolle Bands wie Whispering Sons, Cephalgy, Eisfabrik, Rabia Sorda, Das Ich, Clan of Xymox, Welle:Erdball, Nachtmahr, In Strict Confidence und London after Midnight. Meine Zeit reichte an beiden Tagen nicht für die Hangar Stage. Ich freu mich aber die eine oder andere Band bald mal wo anders zu sehen, wie zum Beispiel beim Plage Noire.

Auf der Main Stage ging es weiter mit Mercifuls Nuns, Zeraphine, Tanzwut und Lord of the Lost. Alles sah ich nicht vor der Bühne. Stattdessen genoss ich die musikalische Begleitung beim Ansehen der Verkaufsstände, beim Essen oder beim Anstehen für ein Autogramm. The 69 Eyes war wohl das einzige Konzert an dem Tag, welches ich mir ganz ansah. Leider konnten sie erst mit 15 Min. Verspätung beginnen, hörten aber trotzdem pünktlich auf. Die nur 35 Min. Spielzeit waren trotzdem mein persönlicher Höhepunkt vom M’era Luna 2018. Weiter ging es mit Apoptygma Berzerk, Ministry, In Extremo und The Prodigy. Nach In Extremo war für mich allerdings Schluss. Ein sehr schöner Tag, an dem auch das Wetter perfekt war, ging zu Ende.

 

Sonntag: Bei der Hangar Stage spielten am Sonntag Too Dead to Die, Massiv Ego, Fabrikc, Torul, Frozen Plasma, Aesthethetic Perfection, Rotersand, Atari Teenage Riot und Hocico. Weil mir zu Ohren kam, dass in diesem Jahr, der Sound in der Hangar Stage leider schlechter wie gewohnt war, wollte ich mir selbst ein Bild machen. Also war ich einmal sehr kurz drin. Mir war es zu warm und zu voll. Tatsächlich musste auch ich feststellen, dass die Soundqualität abgegeben hatte. Kaum war ich wieder draussen, hörte ich den Sound über die Aussenboxen. Der Klang war super und auf der Leinwand sah man was auf der Bühne ab ging.

Zurück zur Main Stage. Rechtzeitig zur ersten Band Schattenmann war ich im Infield. Danach folgte Heimataerde. Als weiteres spezielles, persönliches Highlight Die Kammer. Etwas ungewohnt an einem solchen Festival, aber sie begeisterten zurecht die Anwesenden zu 100%. Die Bands, Bannkreis, Lacrimas Profundere, L’àme Immortelle, verfolgte ich an einem der wenigen Schattenplätze. Der Sonntag war wettermässig wunderschön sonnig, aber auch dementsprechend heiss. Auf der Suche nach einem freien Schattenplatz fiel auf, dass zwar mehr grosse Sonnenschirme aufgestellt waren, aber nicht alle geöffnet wurden. Zu Peter Heppner war ich wieder in der Nähe des Mischpults mit der Sicht auf die Bühne. Die ist immer mein bevorzugter Platz um die Musik zu geniessen. Peter Heppner war schon ein weiteres Highlight, doch dies wurde noch getoppt, als Joachim Witt die Bühne betrat und sie die "Die Flut" und den neuen Song "Was bleibt" zusammen sangen. Es folgten nur noch Saltatio Mortis, Front 242 und Eisbrecher und schon war es wieder vorbei. Eisbrecher war ein absolut verdienter Headliner, der uns einen grandiosen Abschluss für dieses grossartige M’era Luna 2018 lieferte.

Mein Fazit:

Positiv:

- Der Sound von der Main Stage war gut und das Personal inkl. der Security war dieses Jahr freundlich. Zuvor hatte ich beides leider anders erlebt, deshalb die besondere Erwähnung und ein Dankeschön.

- Ich selbst hatte eine grandiose Zeit mit guten Freunden und viel guter Musik.

Neutral:

- Essenstände: Für Allesesser hatte es genug Auswahl. Für die anwesenden Veganer gab es allerdings nichts. Ausserdem hatte der Handbrot-Stand am Samstag Pech. Der Ofen war oder ging kaputt. Am Sonntag war das Problem behoben. Beim Asia-Foodstand, welcher die Gerichte mit Nudeln oder Reis anbot, ging am Samstag der Reis aus.

- Autogrammestand: Der Stand war für Rollstuhlfahrer ungeeignet. Wie ich beim Anstehen aber mitbekam, wurde nach einer Lösung gesucht. Ich hoffe, sie wurde auch gefunden.

- Die Dixies im Infield sauber und aufgefüllt zu halten, ist sicher schwierig. Doch andere Festivals machen vor, dass es möglich ist.

Negativ:

- Nach wie vor, die Sicherheitsvorschriften. Nichts gegen Sicherheit doch die folgenden zwei Beispiele zeigen was mehr als Schikane wie als Sicherheitsvorschrift verstanden werden kann:

- (Letztes Jahr) Im Infield bei Sonic Seducer kaufte ich eine Zeitschrift. Vom Stand bekam ich eine Tasche mit der eingeschweissten Zeitschrift darin und ein paar Werbeflyer. Später ging ich mit Freunden ins Outfield zum Mittelaltermarkt. Danach durfte ich mit dieser Tasche und der Zeitschrift nicht mehr ins Infield. Was macht eine so dünne Stofftasche und eine eingeschweisste Zeitschrift so gefährlich, dass man sie nach einem kurzen Besuch im Outfield nicht mehr reinnehmen darf? Gut dafür gibt es in diesem Jahr wohl eine Lösung, wie das nächste Beispiel zeigt.

- Eine Frau setzt sich am Sonntag neben mich mit einer deutlich grösseren Tasche als DIN A5 und einem Schirm. Ich fragte nach. Ihre Antwort verblüffte mich: Am Samstag kam sie mit dieser grossen Tasche rein (?) am Sonntag nicht. Die Lösung: Beim Infostand konnte man M’era Luna Turnbeutel DIN A4, welche auf einer Seite durchsichtig sind kaufen. Also die mitgebrachte Tasche zusammenfalten, in diesen Beutel rein. Alles was drin und noch Platz hatte auch in den Beutel, den Rest in den Hosen- und Jackentaschen verstauen. So kam sie ohne Probleme rein. Nicht nur für mich hat das nichts mehr mit Sicherheit zu tun. Sieht eher nach einer Verkaufstaktik aus.

Grosse Regenschirme sind verboten. Aber auf dem Gelände wurden diverse Schirme gegen Sonne oder Regen verkauft und auch herumgetragen. Auch hier die Frage, was macht Schirme gefährlicher, wenn sie von aussen wieder reinkommen?

Wohl gemerkt, es geht nicht um das Verlassen des M’era Luna Geländes, lediglich um das Wechseln vom Infield ins Outfield und wieder zurück. Gut mein persönliches Fazit daraus: Ich kaufe nichts mehr an den Ständen, weder drinnen noch draussen. Ich will mich frei bewegen können und nicht noch einmal aus diesem Grund auf eine Band verzichten.

Schlusswort:

Alles in allem hatte ich ein grossartiges Wochenende mit Freunden und guter Musik. Meine Lieblingsband live zu sehen und das kurze Treffen (Autogrammstunde) mit der Band ist einfach nicht zu toppen. Mein persönlich schönsten M’era Luna bisher.

Ein grosser Teil des Line Up für M’era Luna 2019 ist schon bekannt. Die ersten beiden Vorverkaufsstufen dafür sind bereits ausverkauft. Wer also auch hin und unter der EUR 100.00 Marke ein Ticket möchte, sollte sich beeilen.

 

Eure PsychoGirl

https://www.meraluna.de

https://www.plagenoire.de


Bine Maja, Shiva, HeikkivonHerzen und 1 weiteren Personen gefällt das
Zitat
Lacrimae
(@lacrimae)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 33
 

Danke für den ausführlichen Bericht! ❤️ 


AntwortZitat
Pixie
(@pixie)
Mitglied Admin
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 386
 

Lieben Dank, Psychogirl!
Mit diesem Bericht fällt mir die Entscheidung deutlich leichter, ob ich das M'era im kommenden Jahr in meine Planung einbeziehen soll 🙂


PsychoGirl gefällt das
AntwortZitat
Shiva
(@shiva)
Active Member Registriert
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 9
 

Toller Bericht, ich hoffe sehr nächstes Mera auch wieder dabei zu sein!

❤️


AntwortZitat

Schwarze Welle

Die Besten Dunklen Lieder

Current track

Title

Artist

Background