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Alt 07.01.11, 09:34   #21
PhoenixHawk
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Beiträge: n/a
Unheilig and Friends.....die Jubiläumstour an der letzten Station
Düsseldorf 30.12.2010
Und ich bin mal so frei und quetsch das ganze auch mal ganz frech in Mannis Münster Thread um nicht was eigenes aufzumachen........
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Ein bischen verspätet kommt jetzt mal ein Bericht von mir zur letzten Station der Unheilig and Friends Tour 2010
Rechtzeitig angekommen um um 14:30 in einer ellenlangen Warteschlange zu stehen warteten wir nun auf Einlass
und als um 15 Uhr die Tore aufgingen, ging alles auch recht zügig und schon war man drinne.
Als erstes latschten wir in die Halle, einen Platz zum Sitzen suchen, den wir nicht mehr hergaben, da freie Platzwahl
und wer zu spät kam hatte halt nur noch einen Stehplatz.
Das Publikum war kräftig gemischt, auf der einen Seite die "Carmen Nebel Fan Gruppe" auf der anderen Seite die "dunklen Gestalten"
und einige der CNFG wunderten sich doch tatsächlich, warum so viele schwarz gekleidete hier herum liefen o.O
Einigen wenigen viel recht schnell ein, das Unheilig ja eigentlich ihre Basis mal in der schwarzen Szene hatten.
Dann ging es aber auch schon los......
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Leider hatten Mono Inc für den Abend abgesagt und so startete das ganze dann mit einer Nordischen Band "Waves under Water".
Die Band im Steampunk look machte recht guten Gothsound, nur kam die Stimme der Sängerin irgendwie nicht wirklich gegen die
Instrumente ihrer Bandmitglieder an. Ich sag mal Clubtauglich, JA, Hallentauglich, NEIN...... in einem Laden wie der Bochumer
Matrix würde man bestimmt auch was vom Text verstehen können.
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Als zweite Band des Abend Rockte Diary of Dreams und mischten schön im Wechsel ruhiges und rockiges. Und leider gefiel meiner
Frau die Band auch, was das jetzt wieder kostet die CDs zu kaufen *schnief* und während die eine Hälfte der Halle nur ein dummes
Gesicht machte haben die anderen gut mitgesungen.
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Dann folgte Apotygma Berzerk und ich mußte feststellen, der Sänger ist ja verdammt klein, wenn man so die Songs hört, wie er rockt
stellt man sich ja schon was kräftigeres vor, aber egal, klein oder groß, die musik rockt und es wurde schwer versucht die Halle
zum beben zu bringen, naja die eine Hälfte bebte die andere machte nur ein dummes Gesicht. Den Abschluß des Apo Sets machte
die englische Version von Major Tom (völlig losgelöst) HA!!!!! und da konnten plötzlich auch die bisher stummen mitsingen.
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In der Pause vor VNV Nation war Pinkelpause und die Welt, die bis dahin noch völlig in Ordnung war, wurde jäh erschüttert.
Völlig in das befreiende Gefühl sich zu erleichtern, quatscht mich da son Kerl von der Seite an, watt doch für tolle Band, rocklige Bands und
superstarke Musik für 41 Euro geboten werden. Ich nickte und dann kam die Frage nach dem nächsten Set, worauf ich mit VNV Nation antwortete.
"Machen die für Musik, kenn die garnicht", das war der Satz der mich fast aus der Umlaufbahn schoß, wie es gibt echt Menschen die
VNV Nation nicht kennen....oh du Ungläubiger....ich klärte ihn auf und ging, völlig verstört, zu meinem Platz zurück und nahm mir vor, sollte ich
nochmal aufs Klo müssen, würde ich ne Einzelkabine nehmen, wer weiß was sonst noch für Fragen kommen.
Zwei Reihen hinter mit motze ein Kerl im grün weiß gestreiften Hemd "hoffentlich kommt jetzt Unheilig, das gejaule ist ja nicht auszuhalten"
Oh du Ungläubiger, mögest du auf ewig im Himmel schmoren, bei Tütensuppe und Manna.
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UND DANN KAM MISTER HARRIS!!!!!
Als erstes bedankte er sich bei einem Doc, der ihm geholfen hatte seine Stimme, die er nach seinem Set am Abend zuvor verloren hatte, wieder zu beschaffen und verdammt, ja er hat sie gut wieder beschafft. Der Powerknubbel von Ronan Harris jagte über die Bühne und ließ ein Highlight nach dem anderen erklingen.
Von Illusion , Beloved gings hoch bis zu Chrome. Ich persönlich hätte mich noch über Honor oder Procession gefreut aber auch so wars Hammergeil.
btw, der Typ im grün weiß gestreiften Shirt hatte den Saal verlassen und kam erst wieder als Unheilig kam. VNV werde ich mir auf jedenfall nochmal für sich allein antun, dieser irische Powerknubbel ist live saustark.
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Dann war es soweit, Unheilig betrat die Bühne und nun tobte auch die ganze Halle. Es wurden viele neue Stücke gespielt aber auch ebensoviele der alten, wie "Sage Ja" oder "Maschine" welche all die "Ungläubigen" natürlich dann nicht kannten, was mich doch sehr belustigte, die kannten nur die Lieder vom letzten Album.
Der Graf macht seine Witze, erzählte zu einigen Liedern diverse Hintergründe.
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Mein Fazit: Ein gelungenes Erlebnis von 8 Stunden Dauer wovon ich keine Minute bereuhe (ausser die erwähnte Pinkelpause) Unheilig hat seine Fans nicht entäuscht (wobei ich weniger wegen Unheilig da war, mich interessierten mehr die ganzen Vorgruppen) und auch die Vorgruppen haben jetzt bestimmt einige Fans mehr. Schade war nur, dass es nur Stände mit Unheilig Artikeln gab, ich hätte doch so den ein oder anderen Euro auch für ne CD von Diary oder VNV ausgegeben.
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Alt 08.05.11, 15:16   #22
GpunktN
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Beitrag Unheilig meets Reality


Ich finde die Diskussion um den angeblichen "Stilwechsel" von Unheilig insgesamt ziemlich unverständlich. Die Situation (kommerzielle Ausschlachtung, "Verrat" an der Szene, etc.) ist doch nichts Ungewöhnliches?

Ja - die Musik ist sicherlich schön und hörenswert ... und vermutlich hat sich der Schreiber der Texte auch etwas beim Schreiben gedacht - aber wer hier von einem unersetzbaren Verlust für die Szene (Schwarze Musik) spricht ... der ist vielleicht einfach in der falschen Szene? Zumindest bin ich der festen Überzeugung das es sich bei der Szene noch nie um einen verkappten UH-Fanclub handelt. (Auch wenn "Unheilig&Friends" diesen Eindruck gelegentlich zu erwecken scheinen )

Für mein Empfinden ist es für die Szene durchaus eine Chance, wenn sich extrem Dominanten Gruppen sich aus der Nische verabschieden ... und die Szenen von Depeche Mode, Metallica oder Ramstein sind niemals daran zerbrochen weil die Jungs festgestellt haben, das ein Konzert mit 50000 "Kunden" nunmal mehr Schotter bringt als ein Auftritt vor 500 Personen. Wenn nun "Der Graf" die Gunst der Stunde nutzt, um mal Geld zu verdienen, dann rege ich an vielleicht einfach mal drüber nachdenken, das es sehr viele Künstler gibt, die diese (vermeintlich) hinterlassene Lücke auffüllen können, bisher aber einfach in Schatten nicht wahrgenommen worden sind?

Ich gönne ihm den Erfolg - der ist "self-made" ... letzten Endes hat er zwar auch das nötige Glück gehabt, das der richtige Rechteträger ihm einen Vertrag angeboten hat. Und : HEY ... er macht einen Job und er will Geld verdienen - das kann ihm KEINER vorwerfen.

Aber für meine Person nehme ich in Anspruch, dass ich mit Unheilig nie wirklich "warm" geworden bin. Als ich Unheilig vor 6(?) Jahren das erste Mal live sah, fand ich, dass die "Fans" meist aus der jüngeren Generation rekrutierten, die sich vielleicht mehr über den Bandnamen, als über die Musik freuten wie auch immer. Die von vielen vermisste "Kuschelathmosphäre" wirkt auf mich eher wie ein Zufallsprodukt, welches dann einfach geschickt "vermarktet" wurde ... der Graf selber ist sicherlich charismatisch - aber die Bühnenshow ... naja ... Selbstdarsteller trifft es wohl am ehesten. Das Ganze "drum herum" (stottern, schlimme Kindheit, Glaube an Gott, toter Freund, irgendwas mit der Mutter) halte ich für eine (gut funktionierende!) Marketingmaßnahme ... spätestens seit dem er selber keinen Möglichkeit auslässt seine 3 oder 4 Geschichten zu erzählen und seit man keinen Bericht darüber lesen kann.

... Natürlich hat so jeder das Gefühl "Den Grafen" unglaublich gut zu kennen und zu verstehen ... weil er etwas über ihn weiß, was irgendwie sehr persönlich zu sein scheint und damit werden die Lieder mit einer Erinnerung assoziiert, die jemandem gehört, dessen Namen die wenigsten kennen.

Ich halte es eher für kalt, unpersönlich und gekünstelt ... weniger für emotional berührend oder gar kuschelig ...
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Alt 09.05.11, 19:40   #23
Reptiuwe
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Hallo Lord-Anubis,
hatte Unheilig am 16.04.2010 gesehen, da fing es schon so an (Vorband's waren Zeromancer und Diary of Dreams, für die sich die BUNTEN auch nicht interresierten), auch hier waren schon ein großer Teil von dem von Dir beschriebenen Publikum anwesend. Du triffst den Nagel in Deinem Bericht voll auf den Kopf, für mich jedenfalls.
Hatte da schon einige Gespräche, auch mit Musikern z.B. von "Lords of the Lost", die sich aber positiv über den Grafen äußerten, da sie so einer größeren Zuschauermasse vorgestellt werden. Ob das immer gut ist wenn das Publikum so 0815 eingestellt ist.
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